Der Wertverlust des Dollars stürzt den Heiligen Stuhl in rote Zahlen
Zum ersten Mal seit vier Jahren gibt es wieder ein Budgetdefizit
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ROM, 10. Juli 2008 (ZENIT.org).- Zum ersten Mal seit 2003 hat der Heiligen Stuhl 2007 ein Jahr mit roten Zahlen abgeschlossen: mit einem Defizit von mehr als 14 Millionen US-Dollar (rund 9 Millionen Euro).
Der Rat der Kardinäle für das Studium von Wirtschafts- und Organisationsfragen des Apostolischen Stuhls legte gestern, Mittwoch, das Ergebnis der Sitzung vom vergangenen Donnerstag und Freitag im Vatikan vor.
Im Gegensatz zum Heiligen Stuhl schloss der Vatikanstaat im vergangenen Jahr allerdings mit einem Nettogewinn von rund 10,5 Millionen Dollar (6,7 Millionen Euro) ab. In den Jahren 2004 bis 2006 hatte der Heilige Stuhl insgesamt einen Nettogewinn von 15 Millionen Dollar erwirtschaftet.
Die Bilanz wurde von Erzbischof Velasio De Paolis vorgestellt, der im April zum Präsidenten der Präfektur für wirtschaftliche Angelegenheiten des Heiligen Stuhls ernannt worden war.
Das einzige direkte Einkommen des Heilige Stuhls sind Spenden von Diözesen, religiösen Gemeinschaften und Gläubigen. Seine Dienstleistungen bringen nur Ausgaben. Die römische Kurie beschäftigt insgesamt 2.748 Personen (44 mehr als im Jahr 2006). 778 von ihnen sind Geistliche, 333 Ordensleute und der Rest Laien: 1.212 Männer und 425 Frauen. Die Kurie sorgt außerdem für 929 Mitarbeiter im Ruhestand.
Der Haushalt des Heiligen Stuhls umfasst die Ausgaben der apostolischen Nuntiaturen, der päpstlichen Vertreter in den verschiedenen Ländern und bei den verschiedenen internationalen Organisationen sowie die Kosten ihrer Kommunikationsmittel.
Einer der Hauptgründe für das Defizit des Heiligen Stuhls im vergangenen Jahr ist auf den Wertverlust des US-Dollars zurückzuführen. Die Mehrheit der Ausgaben des Heiligen Stuhls sind Euro, während es sich bei der Mehrheit der Einkünfte um Dollar handelt.
Von Jesús Colina; Übersetzung von Katharina Karl


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