Der Zukunft hoffungsvoll entgegenblicken

Worte des Papstes beim heutigen Regina-Caeli-Gebet

Vatikanstadt, (ZENIT.org) | 672 klicks

Am Ende der hl. Messe auf dem Petersplatz zur Heiligsprechung dreier Seliger betete der Heilige Vater Franziskus gemeinsam mit den versammelten Gläubigen und Pilgern das Gebet des „Regina Caeli“. Zur Einführung in das österliche Mariengebet sprach der Papst die folgenden Worte, die wir in einer eigenen Übersetzung dokumentieren:

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[Vor dem Regina Caeli]

Liebe Brüder und Schwestern,

am Ende dieser Feier grüße ich euch alle, die ihr heute zur Ehrerbietung der neuen Heiligen gekommen seid. Mein besonderer Gruß gilt den offiziellen Delegationen Italiens, Kolumbiens und Mexikos. Es ist mein Wunsch, dass die Märtyrer von Otranto dem geliebten italienischen Volk dabei helfen, der Zukunft hoffnungsvoll entgegenzublicken; im Vertrauen auf Gott, der selbst in den schwierigen Momenten niemals im Stich lässt.

Möge der Herr der Kirche durch die Fürsprache der Mutter Laura Montoya einen neuen missionarischen Impuls verleihen. Mögen sich die lieben Menschen Kolumbiens, ihrem Beispiel der Eintracht und Versöhnung folgend, weiterhin um den Frieden und um die rechte Entwicklung ihres Landes bemühen.

In die Hände der hl. Guadalupe García Zavala legen wir alle Armen, Kranken und Leidenden sowie jene, die ihnen Beistand leisten. Möge die Heilige Mexiko bei der Verbannung aller Gewalt und Unsicherheit zur Seite stehen,  sodass Wege der Solidarität und des friedlichen Zusammenlebens beschritten werden können.

Es ist mir eine Freude, an die gestern in Rom vollzogene Seligsprechung des Priesters Luigi Novarese zu erinnern. Er war der Gründer des „Centrovolontari della Sofferenza“ (Freiwilligenzentrum des Leidens) und der „Silenziosi Operai della Croce“ (Stille Arbeiter des Kreuzes). Ich vereine mich mit der Dankbarkeit für diesen herausragenden Priester, der eine Erneuerung der Krankenpastoral erwirkte, indem er die Menschen eine aktive Rolle in der Kirche  übernehmen ließ.

Ich heiße die Teilnehmer am „Marsch für das Leben“ willkommen, der heute Vormittag in Rom stattgefunden hat, und lade alle dazu ein, die Aufmerksamkeit für das so wichtige Thema des Lebensschutzes von seiner Empfängnis an lebendig zu erhalten. In diesem Zusammenhang möchte ich auch die heute in zahlreichen italienischen Pfarren vorgenommene Unterschriftensammlung für die europäische Initiative „Einer von uns“ erwähnen, die darauf ausgerichtet ist, den rechtlichen Schutz des Embryos zu gewährleisten und jeden Menschen vom ersten Stadium seines Daseins an zu schützen. Ein besonderer Augenblick für all jene, denen die Verteidigung der Heiligkeit des menschlichen Lebens am Herzen liegt, wird der im Kontext des Jahres des Glaubens am kommenden 15. und 16. Juni im Vatikan zu begehende „Tag von Evangelium Vitae“ sein.  Einen herzlichen Gruß richte ich an alle anwesenden Gruppen von Pfarrgemeinden, die Familien, Schulen und jungen Menschen. Mit kindlicher Liebe wenden wir uns nun an die Jungfrau Maria, die allen Christen Mutter und Vorbild ist.

[Es folgt das Gebet des Regina Caeli.]