Deutsch-Polnische Kontaktgruppe traf sich in Berlin

Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus

Berlin, (DBK PM) | 461 klicks

Heute ist in Berlin die diesjährige Zusammenkunft der Kontaktgruppe der Polnischen und der Deutschen Bischofskonferenz zu Ende gegangen. Seit Dienstag hatten sich die Bischöfe unter Leitung des Kattowitzer Erzbischofs Wiktor Skworc und des Vorsitzenden der Kommission Weltkirche der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Dr. Ludwig Schick (Bamberg), zum Gespräch getroffen. In der Kirche Regina Martyrum (Berlin Plötzensee) kam die Kontaktgruppe zusammen, um gemeinsam der Opfer des Nationalsozialismus zu gedenken. Erzbischof Schick unterstrich die bleibende Bedeutung dieser Erinnerung für die Gestaltung der deutsch-polnischen Beziehungen und des Zusammenlebens in Europa. 

Aufgabe der Deutsch-Polnischen Kontaktgruppe, die seit 1995 besteht, ist der regelmäßige Austausch über die Entwicklung der Kirche in beiden Ländern und zwischen beiden Gesellschaften sowie die Verabredung gemeinsamer Initiativen der Bischofskonferenzen. Im Mittelpunkt des diesjährigen Treffens standen der Erfahrungsaustausch zum Umgang mit sexuellem Missbrauch an Minderjährigen, aktuelle Probleme der Bioethik und der Schutz des Sonntags. „Wenn wir Einfluss nehmen wollen auf die Lebenskultur in unseren Gesellschaften, müssen wir das immer mehr gemeinsam tun“, stellte Erzbischof Schick fest. Die Bischöfe berieten darüber hinaus den weiteren Aufbau der Maximilian-Kolbe-Stiftung, die sich im Auftrag beider Bischofskonferenzen um die Stärkung der kirchlichen Versöhnungsarbeit in Europa bemüht. 

Im Jahre 2015 jährt sich zum 50. Mal der Briefwechsel zwischen der Deutschen und der Polnischen Bischofskonferenz, der für die Aussöhnung zwischen den Völkern historische Bedeutung erlangt hat. Die Kontaktgruppe plant anlässlich des Jubiläums verschiedene Gedenkveranstaltungen. 

Der Deutsch-Polnischen Kontaktgruppe gehören Kardinal Kazimierz Nycz (Warschau), Erzbischof Wiktor Skworc (Kattowitz), Bischof Jan Kopiec (Gleiwitz) sowie Kardinal Rainer Maria Woelki (Berlin), Erzbischof Dr. Ludwig Schick (Bamberg) und Bischof Wolfgang Ipolt (Görlitz) an.