Deutsche Bischofskonferenz trauert um Bischof em. Franz Xaver Eder

Pressemitteilung der Deutschen Bischofskonferenz vom 21. Juni 2013

Rom - Bonn, (ZENIT.orgDBK PM) | 558 klicks

Die Deutsche Bischofskonferenz trauert um den am vergangenen Montag verstorbenen ehemaligen Bischof von Passau, Bischof Dr. Franz Xaver Eder. In einem Beileidsschreiben an den Apostolischen Administrator des Bistums Passau, Bischof Wilhelm Schraml, würdigte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Dr. Robert Zollitsch, den Verstorbenen als volksnahen Hirten und Priester.

„Die Deutsche Bischofskonferenz hat Bischof Franz Xaver Eder viel zu verdanken. Engagierte Redebeiträge und eine starke theologische Argumentation haben ihn ausgezeichnet“, so Erzbischof Zollitsch. Seit 1977 war Franz Xaver Eder Mitglied der Deutschen Bischofskonferenz, zunächst als Weihbischof und seit 1984 als Bischof von Passau. „In der Bischofskonferenz hat sich der Verstorbene als Mitglied der Kommission für Geistliche Berufe und Kirchliche Dienste verdient gemacht. Sein ganzes Leben hat sich Bischof Franz Xaver Eder für die geistlichen Berufe eingesetzt. Vielen jungen Menschen ist er zu einem geschätzten Gesprächspartner auf ihrem Weg in den geistlichen Dienst geworden. Biblische Botschaft und theologisches Argumentieren zeichneten den Verstorbenen aus. Gerade das hat ihn – vor allem für die junge Generation – so glaubwürdig gemacht“, schreibt Erzbischof Zollitsch. 

„In besonderer Weise sind wir Bischof Franz Xaver Eder dankbar für seine intensiven Kontakte zu den Ostkirchen. Für viele Jahre war er der Beauftragte der Deutschen Bischofskonferenz für die Ostkirchen, zu denen er unzählige Reisen gemacht hat. Dabei hat der Verstorbene Brücken gebaut und den ökumenischen Dialog mit den ostkirchlichen Konfessionen in besonderer Weise gefördert“, so Erzbischof Zollitsch. Sein Wahlspruch „Im Geist der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit“ haben Bischof Eder geprägt: „Dieses Wort aus dem Paulusbrief an Timotheus war der Lebensinhalt des Verstorbenen. Danach hat er gelebt, sein Bistum geleitet und die Bischofskonferenz geprägt.“ Die Deutsche Bischofskonferenz trauert um einen Mitbruder, der weit über die Bistumsgrenzen hinaus ein authentisches Zeugnis vom Glauben an Christus gegeben habe. „Seine Lebensfreude, seine ermutigenden Worte und seine klaren Positionen sind vielen Menschen bis heute gegenwärtig“, schreibt Erzbischof Zollitsch.