Deutsche Bischofskonferenz veröffentlicht Ergebnisse des Fragebogens zur Bischofssynode in Rom

Dank an alle Beteiligten

Bonn, (DBK PM) | 542 klicks

Der Ständige Rat der Deutschen Bischofskonferenz hat auf seiner jüngsten Sitzung ausführlich die aus allen 27 Bistümern sowie weiteren Absendern eingegangenen Antworten auf den Fragebogen des Vatikans zur Vorbereitung der III. Außerordentlichen Vollversammlung der Bischofssynode beraten. Sie wird vom 5. bis 19. Oktober 2014 zum Thema „Die pastoralen Herausforderungen der Familie im Kontext der Evangelisierung“ im Vatikan stattfinden. Die Bistümer waren gebeten worden, ihre Antworten bis zum 16. Dezember 2013 an das Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz zu senden. Bis Anfang Januar wurden dort die über 1.000 Seiten umfassenden Rückmeldungen ausgewertet und für eine Zusammenfassung aufbereitet. 

Die Antworten aus den Bistümern sind im Einzelnen sehr unterschiedlich entstanden. So liegen Ausarbeitungen durch Fachleute und -gremien, Antworten von Räten der verschiedenen Ebenen oder auch Befragungen von Einzelpersonen und Onlinebefragungen mit entsprechender statistischer Auswertung vor. Vor allem stand der Aspekt der Bestandsaufnahme im Vordergrund. Positiv wird unter anderem das Angebot der Familien- und Sakramentenpastoral bewertet. Kritisch gehen viele Antworten auf das Familienbild der Kirche ein. Wie die Rückmeldungen zeigen, ist inner- wie außerkirchlich die Sexualmoral der Kirche kaum akzeptiert und verständlich zu machen. Ausführlich gehen die Antworten auf die Herausforderung zur Weitergabe des Glaubens und die christliche Erziehung in den Familien ein. Getrennt Lebende und wiederverheiratet Geschiedene werden als selbstverständlicher Teil der pastoralen Realität in Deutschland bezeichnet. 

Die Rückmeldungen aus Bistümern und Verbänden zeigen eine breite Beteiligung der Gläubigen. Das in kurzer Zeit entfaltete Engagement der einzelnen Personen und Personenkreise ist beachtlich. Dies verweist einerseits auf die grundlegende Lebensrelevanz der Gesamtthematik als auch andererseits auf ein großes Interesse daran, die je eigenen Vorstellungen und Einschätzungen in die Vorbereitung der Synode einzubringen. 

Im Ständigen Rat haben die deutschen Bischöfe die Zusammenfassung erörtert. Sie sind dankbar für das Engagement aller Beteiligten. Im Ganzen ergibt sich eine nüchterne Bestandsaufnahme dessen, was die Katholiken in Deutschland an der kirchlichen Lehre von Ehe und Familie achten und schätzen, aber auch, was sie an ihr befremdlich finden und für wenig bis gar nicht zustimmungsfähig erachten. Deutlich wird auch, dass sich die katholische Kirche in Deutschland mit großem Engagement in vielen Bereichen der Ehe- und Familienseelsorge einsetzt, wenngleich an vielen Stellen der Bedarf noch größer ist. 

Die deutschen Bischöfe werden diese Unterlagen zur Vorbereitung der Bischofssynode in ihre weiteren Beratungen einfließen lassen. Insbesondere werden sich die Glaubenskommission und die Kommission für Ehe und Familie mit den anstehenden Fragen befassen. 

Hinweis:

Die an das Synodensekretariat in Rom versandte Gesamtantwort der Deutschen Bischofskonferenz finden Sie unter www.dbk.de.