Deutscher Freiwilliger bleibt in Yad Vashem

Recherche über Menschen, die unter Lebensgefahr verfolgten Juden geholfen haben

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ROM, 3. April 2012 (ZENIT.org). - Für die Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem finanziert die katholische Kirche in Deutschland weiterhin einen Freiwilligen. Der Aufenthalt von Moritz Povel aus Düren,  einem Studenten von Politik und Wirtschaftswissenschaften an der Universität Münster, werde um ein weiteres Jahr verlängert, wie die Deutsche Bischofskonferenz mitteilt.

Das Projekt eines Freiwilligen in Yad Vashem wird jeweils zur Hälfte vom Verband der Diözesen Deutschlands und der Maximilian-Kolbe-Stiftung finanziert. Die Vorbereitung und Begleitung des Freiwilligen liegt bei der Missionsprokur der Jesuiten in Nürnberg.

Moritz Povel recherchiert in der Abteilung „Gerechte unter den Völkern“ der Gedenkstätte Yad Vashem die Lebensläufe von Menschen, die sich, oft unter Gefahr für das eigene Leben, um konkrete Hilfe für die von den Nationalsozialisten verfolgten Juden Europas bemüht haben.

Erzbischof Zollitsch hat das Projekt, das auf seinen Besuch in Yad Vashem im Frühjahr 2009 zurückgeht, mit folgenden Worten gewürdigt: „Mit einem von der Kirche in Deutschland geförderten Freiwilligen in Yad Vashem nehmen wir unsere Verantwortung als Kirche in Deutschland wahr, an den Holocaust zu erinnern und an einer steten Versöhnung mitzuwirken. Die Verlängerung des Projektes ist ein gutes Zeichen von Kontinuität, die für die Arbeit in Yad Vashem wichtig ist.“