Deutschland, die USA und Italien – die großzügigsten Spender des Heiligen Stuhls

Österreich auf dem vierten Platz

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ROM, 10. Juli 2008 (ZENIT.org).- Diözesen in Deutschland, den USA und Italien haben im vergangenen Jahr am stärksten zur Deckung der Ausgaben des Heiligen Stuhls beigetragen.



Wie aus dem aktuellen Bericht des „Rates der Kardinäle zum Studium der organisatorischen und wirtschaftlichen Fragen des Heiligen Stuhls“ hervorgeht, die am vergangenen Donnerstag und Freitag im Vatikan tagten, betrugen die Einnahmen des Heiligen Stuhls aus Diözesen weltweit rund 18,7 Millionen Euro.

31,7 Prozent dieses Betrags kommen aus Deutschland, 28,3 Prozent aus den USA und 18,9 Prozent aus Italien. Mehr als 3 Prozent stammen jeweils aus Österreich, Kanada und Spanien, 2,3 Prozent aus Korea.

Nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil hat der Heilige Stuhl seine Organisationsstruktur ausgebaut, was mit kontinuierlich steigenden Kosten verbunden war: 23 Jahre hindurch schrieb der Heilige Stuhl rote Zahlen. Zur Bewältigung dieser Krise rief Papst Johannes Paul II. 1991 die Vorsitzenden aller Bischofskonferenzen zusammen. Damals hatte der Heilige Stuhl mit rund 85 Millionen US-Dollar das höchste Budgetdefizit der jüngeren Vergangenheit. Bei der Begegnung wurden die Hirten dazu ermutigt, Kanon 1271 umzusetzen, in dem die Bischöfe dazu angehalten werden, den Heiligen Stuhl in die Lage zu versetzen, seiner Sendung zum Wohl der Weltkirche nachzukommen. In den Folgejahren schrieb der Heilige Stuhl schwarze Zahlen oder aber leicht rote Zahlen, die überschaubar waren und die man „im Griff“ hatte.

Ein Hauptgrund für die roten Zahlen im Jahr 2007 war der fallende US-Dollar-Kurs. Die meisten Ausgaben des Heiligen Stuhls sind in Euro, die meisten Einnahmen jedoch in Dollar.