Dialog und Verkündigung

3. Treffen der Bischöfe und Delegierten für die Beziehungen zu den Muslimen in Europa

Rom, (ZENIT.orgCCEE) | 326 klicks

Kann es einen Dialog mit den Muslimen geben, den wir sowohl als festen Bestandteil der Neuevangelisierung als auch als Gelegenheit sehen, das Evangelium Jesus Christi zu verkündigen, in vollem Respekt vor der Freiheit des Einzelnen, ohne jedoch die eigenen Überzeugungen zu verstecken? Wie bilden junge Christen und Muslime ihre Identität im heutigen Europa? Wirkt sich die heutige (wirtschaftliche, familiäre und ethische) Krise auf die Identität der Jugend aus? Welche Herausforderungen muss die Kirche in einem multikulturellen Kontext nehmen?

Diese und weitere Fragen werden die zuständigen Bischöfe und Delegierten der Bischofskonferenzen Europas für die Beziehungen zu den Muslimen im Rahmen der kommenden drei Konferenztage in London erörtern.

Das Treffen, das unter der Leitung von Kardinal Jean-Pierre Ricard, Erzbischof von Bordeaux ausgerichtet wird, findet in der Royal Foundation of St. Catherine statt und wird vom Rat der Europäischen Bischofskonferenzen (CCEE) gefördert. Kardinal Jean-Louis Tauran, Präsident des Päpstlichen Rates für den Interreligiösen Dialog wird am Mittwoch, den 1. Mai die Konferenz eröffnen. Auch Mgr. Vincent Nichols, Präsident der Bischofskonferenz von England und Wales und Erzbischof von Westminster, wird dem Treffen beiwohnen.

Im Laufe des ersten Nachmittages wird Don Andrea Pacini, Sekretär der Kommission für die Ökumene und den interreligiösen Dialog der Bischofskonferenz der Regionen Piemont und Aostatal sowie CCEE-Koordinator dieses Netzwerkes, einen Vortrag zum Thema „Dialog und Verkündigung“ halten. Dabei wird er auf das gleichnamige Werk zurückgreifen, das 1991 vom Päpstlichen Rat für den Interreligiösen Dialog gemeinsam mit der Kongregation für die Evangelisierung der Völker veröffentlicht wurde. 

Am Donnerstag, den 2. Mai wird die Konferenzen folgendes Thema erörtern: „Die religiöse Identitätsbildung unter jungen Christen und Muslimen in Europa: eine Herausforderung für eine effiziente Pastoral der jungen Christen, die mit Muslimen zusammenleben“. Die Teilnehmer werden über dieses Thema nachdenken, diskutieren und sich Meinungen dazu austauschen. Den begleitenden Vortrag hierzu wirdFr. Prof. Brigitte Maréchalder Universität in Löwen halten. Dabei wird sie auf die Identitätsbildung solcher jungen Muslime eingehen, die im Spannungsfeld zwischen Religion und Bürgerschaft leben. Ferner wirdDr. Erwin Tanner, Sekretär der Schweizer Bischofskonferenz, die Arbeit des Verlages Tawhid als Ausdruck der muslimischen Identität in Europa präsentieren.

Am Freitag, den 3 Mai werden die Delegierten die Lage in ihrem jeweiligen Land schildern und gemeinsam versuchen, die neuen Herausforderungen im Hinblick auf die Beziehung zwischen Christen und Muslimen in Europa zu definieren.

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