Dialog zwischen den Konfliktparteien in Syrien

Familienforum schließt sich interreligiöser Mussalaha-Bewegung an

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ROM, 11. Juli 2012 (ZENIT.org). - Das „Syrische Forum der Familien“ schließt sich der interreligiösen Bewegung „Mussalaha“ an, die sich in Syrien für einen internen Dialog zwischen den Konfliktparteien einsetzt, wie der Fidesdienst berichtet.

Wie Beobachter dem Fidesdienst mitteilten, hat Salman Al Assaf Binari, der Gründer des Forums, in dem sich einflussreiche Vertreter der syrischen Gesellschaft zur Förderung der Werte der Familien zusammenschließen, betont, wie dringend notwendig „Versöhnung, Geschwisterlichkeit, Loyalität und Zugehörigkeitsgefühl“ seien, weshalb man die Bemühungen um Aussöhnung und Dialog mit dem Ziel einer Ära der Reformen unterstütze.

Khalil Noé, Vorstandsvorsitzender des Forums, erinnert daran, dass die Mussalaha-Bewegung „auf einer Reihe für die Gesundheit der syrischen Gesellschaft wichtigen Indizien basiert: der Einheit des Volkes und der Tatsache, dass das syrische Volk eine Familie ist; dem gemeinsamen Engagement gegen Gewalt und Sektierertum; dem Willen zum Dialog. Dies sind Faktoren, die zu einem Ausweg aus der Krise führen können“.

Dem Forum gehören auch Vertreter der Religionsgemeinschaften an: P. Gabriel Khajo betont das Bedürfnis der Menschen nach Vergebung und Liebe und bezeichnete den Menschen als Eckpfeiler der Gesellschaft und die Familie als Hauptquelle der Erziehung; P. Hermes Shiba von der assyrischen Kirche betet dafür, dass „Gott das Forum mit dem Geist der Liebe, der Aussöhnung und des Friedens umgeben möge“, denn „Gott hat uns geschaffen, damit wir in Frieden und Sicherheit leben: Der Friede bringt Liebe; wir sollten einander lieben und unser Land lieben“.

Ausschüsse der Mussalaha-Bewegung gibt es in den Provinzen Daraa, Deir Ezzor, Idleb, Hama und Homs. Dort wurden bereits erste positive Ergebnisse erzielt, die auf die Zustimmung der Regierung und der Opposition stoßen. Vor kurzem kamen 800 Vertreter des syrischen Volkes in Deir Zor in der Provinz Hassaké zusammen, wo sie bekräftigten, dass der einzige Ausweg aus der Krise der interne Dialog und ein gewaltloses Vorgehen seien.