Die Arbeit mit alten Kranken muss voller Würde sein

Papst Franziskus zu Beschäftigten im Gesundheitswesen

Rom, (ZENIT.org) Maike Sternberg-Schmitz | 293 klicks

Am Samstagmorgen hielt Papst Franziskus eine Ansprache an die Teilnehmer eines internationalen Kongresses mit dem Titel „Die Kirche im Dienst des älteren, kranken Menschen: Die Pflege von an neurodegenerativen Pathologien erkrankten Menschen“, der vom Päpstlichen Rat für die Pastoral im Krankendienst organisiert worden war. Er sagte, die Kirche müsse der Gesellschaft ein Beispiel dafür geben, dass die älteren Menschen unentbehrlich und ihre Protagonisten seien.

„Sie tragen die Erinnerung und die Weisheit des Lebens in sich, um diese den anderen zu vermitteln, und nehmen so an der Mission der Kirche teil. Erinnern wir uns daran, dass das menschliche Leben seinen Wert in den Augen Gottes beibehält, unabhängig von jeglicher Diskriminierung.“

Da die Familie für die Kranken der Ort der Hilfe und der Aufnahme sei, sei es wichtig, diesen die entsprechenden Hilfeleistungen zukommen zu lassen, die sie benötigten, um einen kranken Menschen zu pflegen. Dies könne nur in einem Vertrauensverhältnis geschehen, so dass die Pflege aus professioneller wie menschlicher Sicht zu einer bereichernden Erfahrung werden könne.

„Es ist notwendig, sich für einen Beistand einzusetzen, die sich neben dem herkömmlichen medizinischen Modell durch Räume der Würde und Freiheit erweitert, weit entfernt von Verschlossenheit und Stille. Diese Tortur der Stille! Die Stille wird oft zu einer Tortur!“

Papst Franziskus unterstrich die Bedeutung des religiösen und spirituellen Aspektes, ein Aspekt, der immer lebendig bleiben müsse. So sei eine besondere pastorale Unterstützung von Nöten, um das religiöse Leben der älteren Menschen mit degenerativen Pathologien zu begleiten, da ihr Geist und Herz den Dialog und die Beziehung zu Gott nicht unterbrechen würden. Der Pontifex erinnerte an die älteren Menschen, die nicht nur Verkünder der Botschaft des Evangeliums seien, sondern auch der Taufe.

„Jeden Tag könnt ihr als Zeugen Gottes leben, in euren Familien, in der Gemeinde und in den anderen Bereichen, wo ihr dabei seid, indem ihr Christus und sein Evangelium bekannt macht, besonders den jungen Menschen. Denkt daran, dass es zwei alte Menschen waren, die Jesus im Tempel erkannt und ihn mit Freude und Hoffnung angekündigt haben.“