„Die Armut bekämpfen, den Frieden aufbauen“ – Motto des Weltfriedenstages 2009

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ROM, 1. Juli 2008 (ZENIT.org).- Die Botschaft Benedikts XVI. zum Weltfriedenstag 2009 (1. Januar) wird unter dem Thema stehen: „Die Armut bekämpfen, den Frieden aufbauen“. Dies gab das vatikanische Presseamt am heutigen Dienstag bekannt. Der Neujahrstag wird von der katholischen Kirche seit 1967 als Weltfriedenstag begangen.



Mit seinen Überlegungen wolle Benedikt XVI. hervorheben, dass eine rasche Antwort der Menschheitsfamilie auf das ernste Problem der Armut dringend erforderlich sei, kündigte der Heilige Stuhl an. Der Begriff „Armut“ werde als materielles, vor allem aber auch als moralisches und geistliches Problem verstanden.

Das Kommuniqué des Presseamtes erinnert zudem daran, dass der Heilige Vater in seiner Botschaft an die Welternährungsorganisation vom 2. Juni 2008 den Skandal der Armut in der Welt beklagt hat. Der Papst hatte geschrieben: „Wie sollte man gegenüber den Appellen derer unsensibel bleiben, die sich auf den verschiedenen Kontinenten nicht genug ernähren können, um zu leben? Armut und Unterernährung sind keine reine Fatalität, die von widrigen Umweltbedingungen oder Naturkatastrophen hervorgerufen wird.“ Deshalb dürften Erwägungen rein technischer oder wirtschaftlicher Natur nicht die Vorherrschaft über die Pflichten der Gerechtigkeit gegenüber all jenen besitzen, die an Hunger leiden.

Der Skandal des Hungers lege die Unangemessenheit der aktuellen Systeme des menschlichen Zusammenlebens bei der Förderung der Verwirklichung des Gemeinwohls offen, heißt es in der heute veröffentlichten Presseerklärung. Aus diesem Grund sei eine Reflexion über die tiefen Wurzeln der materiellen Armut notwendig. Gleiches gelte für die „geistliche Armut“, die den Menschen gegenüber den Leiden des Nächsten gleichgültig mache.

Eine Antwort sei daher vor allem in der Umkehr des Herzens des Menschen zum Gott der Liebe zu suchen. Auf diese Weise solle die „Armut des Geistes“ entsprechend der von Jesus in der Bergpredigt verkündeten Heilsbotschaft „erobert“ werden: „Selig, die arm sind vor Gott; denn ihnen gehört das Himmelreich“ (Mt 5,3).