Die Beichte, notwendige Begegnung mit der Liebe Gottes

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ROM, 26. März 2007 (ZENIT.org).- Benedikt XVI. hat die römische Jugend dazu eingeladen, im Vorfeld des diözesanen Weltjugendtags 2007 das Sakrament der Versöhnung zu empfangen.



Nachdem der Heilige Vater am Sonntag mit Tausenden von Gläubigen den „Engel des Herrn“ gebetet hatte, lud er alle jungen Menschen zu einer „Bußliturgie“ ein, der er am Donnerstag selbst vorstehen wird. „Die, die wollen, können zum Sakrament der Beichte gehen, zu dieser wahrhaftigen Begegnung mit der Liebe Gottes, die jeder braucht, um froh und in Frieden zu leben.“

Die Bußfeier wird in der Petersbasilika stattfinden. Der Weltjugendtag 2007 wird in Rom und in zahlreichen anderen Städten der Welt am 1. April begangen. In zahlreichen Diözesen Deutschlands, Österreich und der Schweiz wurde er bereits am vergangenen Wochenende gefeiert.

Wie Msgr. Mauro Parmeggiani, Generalsekretär und Verantwortliche für die Jugendpastoral der Diözese Rom, berichtete, wird Benedikt XVI. sechs Jugendlichen das Bußsakrament spenden.

Nach dem Kompendium des Katechismus der Katholischen Kirche hat Jesus das „Sakrament der Buße, der Versöhnung, der Vergebung, der Beichte oder der Umkehr“ eingesetzt, weil das in der Taufe erhaltene neue Leben in der Gnade „die Schwäche der menschlichen Natur und die Neigung zur Sünde (die Konkupiszenz) nicht behoben“ habe. „Deshalb setzte Christus dieses Sakrament für die Umkehr der Getauften ein, die sich durch die Sünde von ihm entfernt haben.“

Wer zur Beichte geht, sollte die folgenden „Akte des Pönitenten“ vollziehen: „eine sorgfältige Gewissenserforschung; die Reue, die vollkommen ist, wenn sie aus der Liebe zu Gott hervorgeht, und unvollkommen, wenn sie auf anderen Motiven beruht, und die den Vorsatz einschließt, nicht mehr zu sündigen; das Bekenntnis, das im Geständnis der Sünden vor dem Priester besteht; die Genugtuung oder Buße, die der Beichtvater dem Pönitenten auferlegt, um den Schaden wiedergutzumachen, den die Sünde verursacht hat.“

Die Wirkungen dieses Sakraments im Überblick: „die Versöhnung mit Gott und folglich die Vergebung der Sünden; die Versöhnung mit der Kirche; die Wiedererlangung des Gnadenstandes, falls er verloren war; der Erlass der durch die Todsünden verdienten ewigen Strafe und der wenigstens teilweise Erlass der zeitlichen Strafen, die aus der Sünde folgen; der Friede und die Ruhe des Gewissens und der geistliche Trost; das Wachstum der geistlichen Kräfte für den christlichen Kampf“ (vgl. 296-310).