Die Botschaft der 498 neuen Seligen: Dankgottesdienst mit Kardinal Bertone

Viele fruchtbare und heilige Berufungen für Spanien und die ganze Welt

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ROM, 30. Oktober 2007 (ZENIT.org).- Kardinal Tarcisio Bertone hofft, dass die 498 Märtyrer, die am Sonntag auf dem Petersplatz selig gesprochen wurden, zum Samen für neue Berufungen in der Kirche werden. Während der Dankmesse für die größte Seligsprechung aller Zeiten bekräftigte der Staatssekretär des Vatikans am Montag vor rund 8.000 Gläubigen, die sich im Petersdom eingefunden hatten, außerdem: „So Gott will, wird diese Seligsprechung in Spanien ein starker Impuls zur Wiederbelebung des christlichen Glaubens werden und das kirchliche Miteinander intensivieren.“



In Anlehnung an das berühmte Wort des römischen Kirchenvaters Tertullian betete der Kardinal zum Herrn, „dass das Blut der Märtyrer zum Samen vieler fruchtbarer und heiliger Berufungen zum Priestertum und zum geweihten Leben werden möge sowie zu einer ständigen Einladung an die Familien, die auf dem Sakrament der Ehe begründet sind, für ihre Kinder Vorbild und Schule der wahren Liebe und ‚Heiligtum‘ des großen Geschenks des Lebens selbst zu werden“.

Der Kardinal-Staatssekretär wies erneuet darauf hin, dass „diese Märtyrer dem Volk Gottes weder aufgrund ihres politischen Engagement vorgeschlagen wurden, noch um irgendjemanden zu bekämpfen, sondern deshalb, weil sie ihr Leben als Zeugnis der Liebe zu Christus dargebracht hatten, im klaren Bewusstsein, Mitglieder der Kirche zu sein. Aus diesem Grund hatten sie sich im Angesicht des Todes mit Worten der Vergebung und Barmherzigkeit an ihre Mörder gerichtet.“

Die neuen Seligen sind nach Worten von Kardinal Bertone „nicht nur Helden oder Zeichen aus einer fernen Zeit. Ihre Worte und ihre Gesten sprechen uns an und spornen uns an, Christus immer ähnlicher zu werden.“ Mit ihrem Beispiel und ihrer Fürbitte würden sie den Gläubigen helfen, sich nicht „von einer gewissen Frustration oder Verwirrung“ besiegen zu lassen. „Denn eine Zeit wie diese ist genauso wie die ihre eine Zeit der Gnade, eine Gelegenheit, um gemeinsam mit anderen die Freude zu teilen, Jünger Christi zu sein“.

Kardinal Bertone schloss seine Predigt mit der Bitte darum, dass das Beispiel der Märtyrer in ihren jeweiligen Heimatländern viele Früchte authentischen christlichen Lebens wecken möge: „eine Liebe, die die Lauheit besiegt; eine Begeisterung, die Hoffnung nährt; ein Respekt, der die Annahme der Wahrheit fördert, und Großzügigkeit, um unsere Herzen für die Bedürfnisse der Ärmsten zu öffnen“.