Die Botschaft der Gottesmutter verbreiten: Weltkongress von „Radio Maria“ in Umbrien

Heute gehören der „Weltfamilie“ 56 Sender an

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ROM, 27. Mai 2008 (ZENIT.org).- Am 26. Mai wurde in Collevalenza (Umbrien) der Kongress der Nationaldirektoren und Nationalpräsidenten von „Radio Maria“ eröffnet.



Das erste „Radio Maria“ entstand 1987 in Italien. Von dort aus verbreitete sich die Stimme Mariens wie ein Lauffeuer, so dass es heute 56 Sender gibt, die der Weltfamilie angehören.

Alle Direktoren sind Priester, und 15 von ihnen gehören verschiedenen Ordensgemeinschaften an. Ziel ihrer Zusammenkunft war es, die katholische Identität von „Radio Maria“ zu stärken.

Für den Leiter von „Radio Maria“ in Italien, Pater Livio Fanzaga, gehört die Gefahr, den Glauben zu verlieren, zum ständigen Kampf zwischen den Kräften des Guten und des Bösen, der am Anfang der Menschheitsgeschichte begonnen hat und bis zum Ende dauern wird. Der Piarist wies in diesem Zusammenhang auf die Bedeutung Mariens hin. Sie spiele im Hinblick auf den Ausgang dieses Kampfes eine entscheidende Rolle. Das Böse bestehe im Relativismus, der eine gottlose Gesellschaft schaffen wolle und die unveränderlichen Werte des Evangeliums untergrabe. Die Aufgabe von „Radio Maria“ bestehe deshalb darin, den Glauben in der Welt zu verbreiten und zu stärken – durch  Gebet, Zeugnis und gute Katechese.

Emanuele Ferrario, Präsident der „Weltfamilie“, erinnerte die Anwesenden daran, dass die Vereinigung vor elf Jahren, am 3. Juni 1998, entstanden sei, um auf konkrete Anfragen aus Europa, Amerika und Afrika zu antworten. Damals sei es darum gegangen, eine flexible Einrichtung zu schaffen, die bei diesem angefragten Wachstum behilflich sein würde. Ferrario präzisierte, dass nicht nur ein Netzwerk gegründet werden sollte, sondern eben eine Struktur, die einer internationalen Familie ähnle.

Der Präsident der verschiedenen „Radio Maria“ sei der erste Ehrenamtliche, auf den alle blickten. Die Identifikation der gemeinsamen Werte stehe am Anfang der Suche nach einem einheitlichen Geist, der alle Mitglieder des Verbandes eine. Wesentlich sei dabei die missionarische Gesinnung. Durch sie sei es möglich, Hindernisse zu überwinden und Kreativität zu schaffen. Und so führe sie zum Hauptziel hin: „Wo ein Mensch ist, dort muss es ein ‚Radio Maria‘ geben.“

Hauptverantwortlich für den Erfolg von „Radio Maria“ seien die Programmdirektoren und die Zuhörer. Der Programmdirektor verleihe dem Radio „den spirituellen Duft des missionarischen Geistes“ und er garantiere dafür, dass die Initiative tatsächlich „kirchlich“ sei.

Alles wäre nutzlos, so Ferrario, gelänge es nicht, die Zuhörer zu den ersten Teilhabern und Unterstützern des Projekts zu machen. Bliebe „Radio Maria“ in dieser Hinsicht hinter den Erwartungen zurück, so würde es den typischen Versuchungen der Medienwelt erliegen, angefangen von zu großem Ehrgeiz bis hin zur Kommerzialisierung.

Das Projekt „Radio Maria“, so Ferrario abschließend, wolle ein Werkzeug der Gottesmutter sein und ihre Botschaft verbreiten. Und die Zuhörer sollten sich als aktive Protagonisten der Hörerfamilie fühlen.