Die Botschaft für die Fastenzeit in 40 Tweets

Erzbischof Celli: bald auch das Angelusgebet in sozialen Netzwerken

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VATIKANSTADT, 24. Februar 2012 (ZENIT.org) – Das Angelusgebet erscheint bald auf Twitter. Dies kündigte der Vorsitzende des Päpstlichen Rates für die Sozialen Kommunikationsmittel, Msgr. Claudio Maria Celli, an und wies zugleich darauf hin, dass die Botschaft von Papst Benedikt XVI. für die Fastenzeit auf der Website „Pope2You" schon zur Verfügung stehe, und zwar in 40 Tweets unterteilt eine für jeden Tag der liturgischen Zeit.

Die Internetseite „Pope2You" ist bereits seit einigen Jahren online und bot im vergangenen Jahr zu Weihnachten die Möglichkeit, Meditationsbotschaften aus dem Heiligen Land zu senden.

Die Entscheidung, die Botschaft für die Fastenzeit auf Twitter zu veröffentlichen, wurde vom Päpstlichen Rat für die Sozialen Kommunikationsmittel in Absprache mit dem Päpstlichen Rat „Cor Unum" getroffen. Die Wahl fiel auf kurze Sätze, die nicht mehr als 140 Zeichen umfassen, das ist die Voraussetzung für einen Tweet.

Es sei ein Weg, um die Botschaft des Papstes bei den jungen Menschen bekannt zu machen, und zwar mittels eines „Mediums, das unter den jungen Leuten heutzutage weit verbreitet ist", erklärte Msgr. Celli gegenüber Radio Vatikan.

„Wir glauben, dass von den jungen Menschen eine sehr starke Resonanz ausgehen kann“, fuhr Celli fort. „Man kann Tweets neu formulieren, weiterleiten, wiederholen und weiter verbreiten... Insofern kann man wohl sagen, dass dies die Idee des Evangeliums wachruft: Es ist wie ein Senfkorn, das in die Erde gesteckt zu einem Baum heranwächst, wo die Vögel des Himmels ruhen können.“

Überdies betonte der Kurienerzbischof, dass auch Benedikt XVI. sofort die Bedeutung und Wirksamkeit der Internet-Kommunikation verstanden habe, ein Papst, „der auf den ersten Blick nicht so medienwirksam scheint wie beispielsweise sein Vorgänger, der selige Johannes Paul II.“.

Als nächsten Schritt nannte der Verantwortliche der vatikanischen Dikasteriums für Kommunikation nach Rücksprache mit dem Staatssekretär die Bereitstellung des Angelusgebets sowie anderer Beiträge des Heiligen Vaters auf dem beliebten sozialen Netzwerk Twitter durch die Einrichtung eines eigenen Kanals, der ganz dem Papst gewidmet sein werde.

Die Tweets könnten Tausende von weit entfernten Menschen erreichen, die auf anderem Wege wahrscheinlich „niemals eine Rede des Papstes lesen würden", merkte Msgr. Celli an.

Der Kurienerzbischof schloss mit der Erklärung, es sei der Wunsch des Heiligen Vaters, „bei den heutigen Menschen zu sein und ihnen verständlich machen, dass die Botschaft Jesu eine Bedeutung hat für die Menschen, die sich stets danach sehnen, auf ihrem Weg Erleuchtung durch ein Wort, durch ein wahres Licht zu finden.“

[Übersetzung aus dem Italienischen von Sabrina Toto]