Die Christen des Libanon sollen Zeugen des Miteinanders und der Hoffnung sein

Papst Benedikt XVI. hat als seine 24. internationale Reise den Besuch des Libanon angetreten

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ROM, 14. September 2012 (ZENIT.org). - Heute Vormittag begann Benedikt XVI. seine 24. Internationale Reise in den Libanon. Anlass der Papstvisite ist die Unterzeichnung und Veröffentlichung der postsynodalen apostolischen Exhortation „Ecclesia in Medio Oriente“ (Kirche im Mittleren Osten) der Sonderversammlung der Bischofssynode für den Mittleren Osten.

Der Heilige Vater begann seine Reise um 9.30 Uhr am Flughafen Roma-Ciampino an Bord einer Maschine A320 der Alitalia. Am frühen Nachmittag traf er auf dem internationalen Flughafen „Rafiq Hariri“ in Beirut ein.

Kurz vor dem Verlassen des italienischen Territoriums übermittelte Benedikt XVI. dem italienischen Staatspräsidenten Giorgio Napolitano ein Telegramm.

Darin heißt es im Wortlaut: „Als Pilger des Friedens und der Einheit werde ich mich in den Libanon begeben, um dort den katholischen Gemeinschaften des Mittleren Ostens die postsynodale apostolische Exhortation zu überreichen, die den Christen dieser Region helfen soll, Zeugen der Gemeinschaft und Hoffnung zu sein. Es ist mir eine besondere Freude, Ihnen, Herr Präsident, im Augenblick meines Abschieds vom italienischen Staatsgebiet meinen ehrerbietigen Gruß zu erweisen. Durch mein inniges Gebet und Gedanken des Segens lasse ich Ihnen meine Nähe zuteilwerden, auf dass das italienische Volk den gegenwärtigen Herausforderungen mit Zuversicht und Vertrauen begegnen möge.“

Präsident Napolitano übermittelte dem Papst „seinen aufrichtigsten Dank“ für die überbrachte Botschaft. Er fand dazu folgende Worte: „Dieser Besuch wurde nicht nur von der christlichen Gemeinde, sondern von der gesamten libanesischen Zivilgesellschaft sehnsüchtig erwartet. Der gesamte Mittlere Osten betrachtet ihn als Zeichen der Hoffnung.“

Präsident Napolitano führte aus: „Die bevorstehende Pastoralvisite von Papst Benedikt XVI. wird das libanesische Volk in dessen Willen bestärken, den Weg zur Religionsfreiheit und zu einem friedlichen Zusammenleben fortzusetzen. Sie wird ein wichtiges Zeichen des Friedens und der Hoffnung für die gesamte Region sein, was in Zeiten der Erschütterung wie dieser dringend nötig ist.“

„Bei dieser Gelegenheit spreche ich Ihnen, Eure Heiligkeit, meine tief empfundene Verehrung und Wertschätzung aus“, so der italienische Staatspräsident abschließend.

[Übersetzung des italienischen Orginals von Sarah Fleissner]