Die Christen dürfen gegenüber der Armut nicht gleichgültig sein

Papst Benedikt XVI. empfängt Vertreter von zwei wohltätigen Vereinigungen

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ROM, 27. Februar 2009 (ZENIT.org).- Christen müssten ihre Herzen für alle Menschen öffnen, die Not leiden, und Armut großherzig bekämpfen; sie dürften nicht untätig bleiben, wenn es jemandem am Notwendigen fehle.



Mit diesen Worten wandte sich Papst Benedikt XVI. am heutigen Vormittag an die Mitglieder der beiden wohltätigen Vereinigungen „Pro Petri Sede" und „Etrenne pontificales". Der Papst dankte den Anwesenden für ihren Einsatz in den Beneluxstaaten sowie für die Kollekte, die diese ihm überbracht hatten.

Der Papst konzentrierte sich in seinen Grußworten an die 50 Vertreter der beiden Einrichtungen ganz auf den Wert der evangeliumsgemäßen Nächstenliebe. Benedikt XVI. erinnerte sie mit Blick auf das Paulusjahr an die Lehre des Völkerapostels über den mystischen Leib Christi und betonte, dass die Getauften, die sich von demselben eucharistischen Brot sättigten, nicht gleichgültig bleiben dürften, wenn es an Brot auf dem Tisch der Menschen mangle.

Dadurch, dass die beiden Vereinigungen dem Nachfolger Petri die Frucht ihrer Ersparnisse anvertrauten, erlaubten sie ihm, eine aktive und konkrete Rolle der Nächstenliebe zu spielen. Sie sei Zeichen seiner Sorge für alle Kirchen, „für jeden Getauften und für jeden Menschen".

Abschließend bedankte sich Benedikt XVI. bei den Anwesenden im Namen all jener Menschen, die durch die beiden Institutionen bei ihrem Kampf gegen die Übel, die die Menschenwürde bedrohen, wirksame Hilfe erfahren. „Indem wir die Armut bekämpfen, geben wir der Verwirklichung des Friedens und dessen Verwurzelung in den Herzen eine größere Chance."