Die christlichen Religion als Gut für den europäischen Kontinent

Brief des CCEE an den Erzbischof von Belgrad aus Anlass der regionalen Pilgerfahrt für den 1.700. Jahrestag des Mailänder Edikts

Sankt Gallen, (CCEE) | 389 klicks

„Das Mailänder Edikt darf nicht nur als ein Ereignis aus der Vergangenheit betrachtet werden, das das Recht auf Religionsfreiheit und der öffentlichen Ausübung des christlichen Glaubens ermöglicht hat. Es hat heute auch eine wichtige Bedeutung in einer erneuten Wertschätzung der sozialen Bedeutung, die die Religion in Europa schon immer gehabt hat. Sie ist ein Instrument, das den Frieden sowohl in den Herzen als auch unter den Nationen erwecken kann und die Menschen nicht nur zur Gewissensfreiheit erzieht – die Religionsfreiheit kann nicht nur auf dieses einzige Recht beschränkt werden – sondern auch zur Freiheit des einzelnen im Hinblick auf das Wohl aller zu leben und einen Beitrag zu leisten, jeder einzeln und alle gemeinsam.“ Dies waren die Worte, die das CCEE Präsidium an Msgr. Stanislav Hocevar richtete, Erzbischof von Belgrad und Verantwortlicher für die regionale Pilgerfahrt, die vom 21. bis 22. September in Niš stattfindet, zum 1700. Jahrestag des Mailänder Edikts.

Die Pilgerfahrt, für die Hunderte von Gläubigen aus dem Inland und zahlreichen anderen europäischen Ländern erwartet werden, wird von der Erzdiözese Belgrad organisiert und von der Internationalen Bischofskonferenz der Heiligen Cyril und Methodius initiiert, in „einem stetigen Dialog mit der Orthodoxen Kirche Serbiens, der größten Kirche im Land, mit anderen Kirchen und religiösen Gemeinschaften und mit der ganzen Zivilgesellschaft“, wie Msgr. Hocevar in seinem Begrüßungsbrief an die Pilger auf der Homepage (in verschiedenen Sprachen) dieses Anlasses schreibt: http://www.milanedict2013.com/

Die Pilgerfahrt, die sich vor allem an die Jugendlichen wendet, ist das Ergebnis einer dreijährigen Suche nach einem authentischeren Paradigma des Zusammenlebens und der Beziehungen zwischen den Religionen und der Gesellschaft, auf allen Ebenen, sowie das Erwachen einer echten Hoffnung für die Zukunft.

Die Zusammenkunft, an welcher auch der Mailänder Erzbischof, Kardinal Angelo Scola, als päpstlichen Delegat teilnimmt, wird in Niš stattfinden, Geburtsstätte von Konstantin dem Großen. So wird „dies für die Ortsgemeinde und die Teilnehmer aus anderen Ländern eine Gelegenheit zum Nachdenken über den positiven Beitrag, den die christliche Religion für die Kultur und den gesamten europäischen Kontinent erbracht hat und über die Wichtigkeit, den Glauben wieder mit Enthusiasmus zu leben“, schreibt das CCEE.

Der Brief des CCEE-Präsidiums schließt mit einer Einladung an die Jugendlichen: „In diesem Sinne begrüßen wir im Besonderen, dass dieses Gedenken an das Edikt in besonderer Weise an die Jugendlichen gerichtet ist, damit dieses Ereignis, das die Geschichte Europas so maßgeblich gezeichnet hat, nicht nur eine Erinnerung aus dem in den Geschichtsbüchern Erlernte bleibe, sondern selbst Geschichte im Leben der jetzigen und der künftigen Generationen werde.“ 

Für das CCEE Präsidium wurde der Brief unterschreiben von:

Kardinal Péter Erdő, Erzbischof von Esztergom-Budapest und CCEE Präsident

Kardinal Angelo Bagnasco, Erzbischof von Genua und CCEE Vize-Präsident

Msgr. Józef Michalik, Erzbischof von Przemyśl und CCEE Vize-Präsident

Msgr. Duarte da Cunha, CCEE Generalsekretär