Die Deutsche Mechtild Pierick wird zweite Nachfolgerin von Mutter Teresa

Geborene Münsterländerin übernimmt Leitungsdienst für 5000 Schwestern der Nächstenliebe

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NEU-DEHLI/GROSS-REKEN, 27. März 2009 (ZENIT.org).- Zur zweiten Nachfolgerin von Mutter Teresa, die in Albanien geboren wurde, und 45 Jahre im früheren Kalkutta wirkte, wurde jetzt die Deutsche Schwester Mary Prema gewählt. Der Vatikan muss die Wahl Mary Premas jedoch noch bestätigen.

Sr. Prema, wie sie im Orden genannt wird, heißt mit bürgerlichen Namen Mechtild Pierick. Sie stammt aus dem münsterländischen Groß-Reken in Nordrhein-Westfalen. Mit 27 Jahren trat sie dem Orden bei.

In ihrer Heimatstadt läuteten ab 18 Uhr am Mittwoch deshalb die Glocken, meldete ihre Heimatzeitung. Pater Mario, Pfarrer der St.-Heinrich-Gemeinde, sagte den in der Kirche versammelten Gläubigen, man habe allen Grund zur Freude und zum Stolz. Ihre Schwägerin Agnes Pierick beschrieb die Ordensfrau als „sehr lieb und tüchtig, zudem ein Organisationstalent“.

Die 54 Jahre alte Ordensfrau war in den vier letzten Jahren sowohl in Rom als auch in Neapel beschäftigt. Mutter Theresa selber hatte sie einst in die Zentrale berufen. Darum musste sie nach Kalkutta umziehen, hier arbeitete sie vier Jahre unter Schwester Nirmala Joschi, die die erste Nachfolgerin von Mutter Teresa war.

Sie habe Mutter Teresa besonders nahegestanden und sei eine der verdientesten Nonnen der Organisation. Die Generalkongregation habe sie bereits 2003 zu einer von vier Führungspersönlichkeiten des Ordens gewählt.

Die derzeitige Leiterin des Ordens der Schwestern der Nächstenliebe, Schwester Nirmala, habe aus Altersgründen um ihre Abberufung gebeten, schrieb die Zeitung ‚Times of India’. Die 74-Jährige hatte die Missionarinnen der Nächstenliebe seit dem Tod der Friedensnobelpreisträgerin Mutter Teresas im Jahr 1997 geleitet.

Die Deutschen Bischöfe gratulieren der neuen, aus Deutschland stammenden Generaloberin des Mutter-Teresa-Ordens, Schwester Mary Prema, zu ihrer Wahl. Die Missionarinnen der Nächstenliebe würden dazu beitragen, dass viele Arme und Kranke froher Leben könnten. Das sagte der Vorsitzende der Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch, am Donnerstag in Bonn. Der Orden gebe durch seine selbstlose Tätigkeit Gottes Liebe weltweit ein Gesicht, so Zollitsch. – Die Generalkongregation des Ordens hatte die aus Westfahlen stammende Prema, mit bürgerlichem Namen Mechthild Pierick, am Mittwoch zur Generaloberin gewählt

Zunächst hatten die 150 Wahlfrauen der Generalkongregation Mutter Teresas direkte Nachfolgerin Schwester Nirmala (75) gewählt. Diese bat aber wegen Krankheit darum, keine dritte Amtszeit antreten zu müssen.

Die insgesamt 163 Nonnen der Generalkongregation, die Mary Prema nun zur neuen Leiterin bestimmten, stammen aus mehr als 130 verschiedenen Ländern, in denen der Orden Niederlassungen unterhält.

Die in Skopje, Albanien geborene Selige Mutter Teresa lebte und arbeitete über 45 Jahre im früheren Kalkutta und widmete sich dort der Pflege Sterbender und Kranker. Außerdem kümmerte sie sich um Waisenkinder. Im Jahr 1950 gründete sie den Orden der Missionarinnen der Nächstenliebe.