Die drei Botschaften der Gottesmutter von Kazan

| 181 klicks

VATIKAN, 25. August 2004 (ZENIT.org) – Drei Botschaften möge die Ikone von Kazan an den russisch-orthodoxen Patriarchen Aleksei II. überbringen, wünschte Papst Johannes Paul II. als er das Marienbild an die vatikanische Delegation übergab, welche am Samstag die Ikone nach Moskau bringt: Erstens die Botschaft von der Zuneigung des Papstes, zweitens jene seiner Wertschätzung für die russische Spiritualität, drittens seine Sehnsucht, auf dem Weg der Einheit zwischen Katholiken und Orthodoxen voranzuschreiten.


„Möge dieses historische Bild der Mutter des Herrn Seiner Heiligkeit Aleksei II. und der verehrten Synode der russisch-orthodoxen Kirche die Zuneigung des Nachfolgers Petri für sie und für alle ihnen anvertrauten Gläubigen ausdrücken“, sagte der Papst während seiner Homilie, die er am Mittwoch bei einem Wortgottesdienst in der vatikanischen Audienzhalle hielt. „Möge es die Wertschätzung (des Papstes) für die große spirituelle Tradition der heiligen russischen Kirche ausdrücken“, sagte er. „Möge es die Sehnsucht und feste Absicht des Papstes in Rom ausdrücken, miteinander mit ihnen auf dem Weg der gegenseitigen Kenntnis und der Versöhnung fortzuschreiten, um noch schneller jenen Tag herbeizuführen, an dem die volle Einheit der Gläubigen zustande kommt, um welche unser Herr Jesus Christus so inständig gebetet hat“, betonte Johannes Paul II. Er würdigte ebenso das christliche Zeugnis in Russland im vorigen Jahrtausend. „Russland ist seit vielen Jahrhunderten eine christliche Nation, es ist ‚die Heilige Rus’“, sagte der Heilige Vater. „Sogar als feindliche Kräfte mit Gewalt gegen die Kirche vorgingen und versuchten, den heiligen Namen Gottes aus dem Leben der Menschen auszulöschen, blieben die Menschen zutiefst christlich und bezeugten in zahlreichen Fällen mit ihrem Blut ihre Treue zum Evangelium und zu den Werten, die es vermittelt.“
Der Papst dankte der göttlichen Vorsehung, die es ihm gestattet habe, „dem verehrten Patriarchen von Moskau und ganz Russland das Geschenk dieser heiligen Ikone zu machen“.