Die einzige Option für Syrien sind Friedensgespräche

Stellungnahme des Generalsekretärs des internationalen Dachverbandes der Caritas Internationalis, Michel Roy

Rom, (Fides) | 331 klicks

Eine Lösung für den Bürgerkrieg in Syrien könne nur durch Friedensverhandlungen zustande kommen, betont Caritas Internationalis in einer Verlautbarung, die dem Fidesdienst vorliegt. Der Generalsekretär des internationalen Dachverbandes der Caritas, Michel Roy erklärt: „Das syrische Volk braucht kein weiteres Blutvergießen, sondern eine rasche Lösung des Konflikts; es braucht einen umgehenden Waffenstillstand. Eine militärische Aktion westlicher Länder wird zu einer Zuspitzung des Krieges und einer Zunahme des Leids führen.“ Die Verlautbarung erinnert auch an die „tragischen Konsequenzen des militärischen Eingreifens im Irak, in Afghanistan und in Libyen.“

Deshalb, so die Verlautbarung weiter, „vertritt die Caritas die Ansicht, dass Verhandlungen die einzige humanitäre Lösung sind. Der Dialog kann den Krieg in Syrien beenden, das Leben der Menschen schützen und eine für alle vertretbare Zukunft sichern. Priorität muss die Wiederaufnahme der Gespräch in Genf als erster Schritt auf dem Weg zu einem Waffenstillstand und Friedensvereinbarungen sein.“

Caritas betont auch, dass „der angebliche Einsatz von chemischen Waffen in Damaskus zeigt, wie katastrophal die humanitäre Lage für Millionen Menschen in Syrien geworden ist. Der Einsatz von chemischen Waffen ist ein schreckliches Verbrechen“. Caritas verurteilt alle Angriffe auf Zivilisten: „Nach internationalem Recht sind die kämpfenden Parteien verpflichtet, das Leben der Zivilisten zu schützen“. Die internationale Staatengemeinschaft, so Caritas Internationalis weiter, „ist verpflichtet ein Ende des Leids der syrischen Bevölkerung herbeizuführen, und dies kann nur durch einen umfassenden Dialog geschehen.

Unterdessen leistet Caritas Syrien zusammen mit Partnerorganisationen humanitäre Hilfe unter syrischen Bürgern und Flüchtlingen unabhängig von deren ethnischer, religiöser oder politischer Zugehörigkeit. Der chaldäische Erzbischof Aleppo und Vorsitzende von Caritas Syrien, Antoine Audo, betont: „Wir wünschen uns, dass der Appell des Papsts für einen authentischen Dialog zwischen den Konfliktparteien ein erster Schritt hin zur Beendigung der Gefechte sein möge.“

(Quelle: Fidesdienst, 31/08/2013)