Die erste Etappe auf dem Weg zum Ökumenischen Kirchtentag 2010 ist angelaufen

Projektkommissionen treffen sich zur Vorbereitung von Themenstellungen und Programmentwürfen

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MÜNCHEN, 3. April 2009 (ZENIT.org).- Es sind einige Hundert: engagierte Christen aus unterschiedlichen Kirchen und Konfessionen, die von den zwölf Mitgliedern des Gemeinsamen Vorstands des 2. Ökumenischen Kirchentages (ÖKT), der vom 12. bis 16. Mai 2010 in München stattfinden wird, zur Mitarbeit an den Vorbereitungsarbeiten berufen worden sind. Nach dem Auftakt des Vorbereitungsjahres mit der Gebetswoche zur Einheit der Christen im Januar (ZENIT berichtete) ist ein Prozess angelaufen, der sich wie eine Welle unweigerlich nach Vorne ausweitet.

Ab ofort werden sie zu den ersten Sitzungen der Projektkommissionen für das thematische, geistliche und kulturelle Programm eingeladen. Ein gemeinsamer Rahmen will auf Grundlage der gemeinsamen Erklärung zum ÖKT erarbeitet werden. Dass es an Ideen nicht mangelt, konnte die Bereichsleiterin für die Erstellung des Programms, Bettina Naumann, in diesen Tagen in München schon feststellen.

Tatsache ist, dass die Mitglieder der Projektkommissionen sich dann, wenn der Frühling 2010 kommen und die Eröffnung des Ökumenischen Kirchentages vor der Tür stehen wird, voll und ganz für die Durchführung ihrer Veranstaltungen verantworten müssen. Bis dahin werden die Arbeiten aufgeteilt und Ablauf- und Bühnenpläne erstellt.

Die unzähligen Projekt-Anträge für den ÖKT zeigen, wie viel Resonanz diese größte gemeinsame Veranstaltung aller deutschsprachigen Christen schon im Vorfeld gefunden hat. Gegenwärtig nimmt der Mitarbeiterstab des ÖKT, der sein Büro in der Münchener Innenstadt an der Hopfenpost hat, die in der bayrischen Hauptstadt zur Verfügung stehenden Örtlichkeiten unter die Lupe.

Noch bleibt die spannende Frage, in welchem Ambiente das gottesdienstliche Programm, Zentren und Werkstätten angesiedelt sein werden und ob in allen der angesagten 2.500 Veranstaltungen der tragende Grund des ökumenischen Miteinanders in all seiner Vielfalt spürbar sein wird.

„Damit ihr Hoffnung habt!” (1 Petr. 1,21), so verheißt das Motto der ökumenischen Großveranstaltung. Wer auf die Hoffnung baut, die in diesems konkreten Wort der Schrift gemeint ist, der setzt auf die treibende Kraft des Heiligen Geistes, den Motor des pilgernden Gottesvolkes, dem wohl die Aufgabe zukommt, die unzähligen Fäden dieser ökumenischen Begegnung der Superlative zusammenzuführen.

Jetzt gilt es erst einmal bis zum Sommer, die thematischen Felder einzugrenzen und erste Programmentwürfe zu erstellen. Bis zum Herbst soll dann die Liste der Referenten festgelegt werden. Viel Arbeit für die 19 Mitglieder des Gemeinsamen Stabes, denen die Aufgabe zukommt, diesen Weg zu begleiten und die getroffenen Beschlüsse und Aufträge umzusetzen, so erklärte Dr. Gunda Werner-Burgraf gestern in München. Es handle sich daher notwendigerweise um ein Leben auf Reisen.

Deshalb setzt man auf die ehrenamtliche Mitarbeit eines Vorstands, der für jede einzelne Projektkommission gebildet wird. Die erste Etappe ist erreicht. Jetzt steht aber für die evangelischen Christen - und nicht nur für sie alleine - der Evangelische Kirchentag in Bremen (20.-24. Mai) vor der Tür. Dort wird folgende Frage analysiert werden: „Mensch, [Adam] wo bist du?” (vgl. 1 Gen 3,9).

Von Angela Reddemann