Die Eucharistie, einziges Mittel gegen Leid und Schmerz

Kardinal Javier Lozano Barragán am Gedenktag Unserer Lieben Frau von Lourdes

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ROM, 12. Februar 2008 (ZENIT.org).- Am gestrigen Gedenktag Unserer Lieben Frau von Lourdes feierte der Präsident des Päpstlichen Rates für die Pastoral im Krankendienst, Kardinal Javier Lozano Barragán, für die Kranken und Pilger des italienischen Krankentransportwerkes für Reisen nach Lourdes und zu internationalen Heiligtümern eine Heilige Messe im Petersdom. Der Gottesdienst fand anlässlich des 16. Welttages der Kranken statt.



In seiner Predigt hob der Kurienkardinal die innige Beziehung zwischen dem Geheimnis der Eucharistie, der Rolle Mariens im göttlichen Heilsplan und der Wirklichkeit des menschlichen Leidens hervor. Papst Benedikt XVI. hatte in seiner Botschaft zum Weltkrankentag darauf hingewiesen.

Die Wirklichkeit des Geheimnisses des Leidens, das in Christus etwas Positives werde, etwas Schöpferisches, Erlösendes; ja, Glück und Freude – ohne aufzuhören, höchster Schmerz zu sein –, gerade das sei die Eucharistie. Die Teilnahme an der Eucharistie, Gedächtnis des Todes Christi, sei deshalb der konkrete Weg, auf dem die Leiden des Menschen in die Leiden Christi eintreten.

„Die Eucharistie ist so unser Kreuz und unsere Auferstehung. Sie ist das einzige wahre Gegenmittel gegen den Schmerz. Sie ist das Heilmittel der Unsterblichkeit.“

Um auf die volle Liebe des Kreuzes zu antworten, sei ein totales Ja zum geheimnisvollen Heilsplan Gottes notwendig. Dieses Ja sei die Unbefleckte Empfängnis, Maria, „die sich auf dem Kalvarienberg als Miterlöserin dem Herrn anschließt“, so der Kardinal.

Christus erleide auf dem Kreuz alle Schmerzen, die seine Mutter erleide. Und Maria erleide in Christus all unseren Schmerz.

Das Leid habe seinen Wert darin, dass der Tod Christi untrennbar davon seine Auferstehung mit sich bringt. So treibe das Leiden den Christen dazu an, das Leiden in diesem Leben zu bekämpfen, was gewissermaßen eine „Vorwegnahme der Auferstehung“ sei.

Die Eucharistie dränge uns dazu, für die kranken Brüder zu sorgen. Vor allem gehe es ja darum, mit den anderen die Freude an der Auferstehung zu teilen, indem der Tod in seiner alltäglichen Gegenwart in der Krankheit besiegt werde. Das Bemühen, die Krankheit zu überwinden, führe zur Verpflichtung, in der Medizin immer neue Fortschritte zu erzielen.