Die Familie - eine Kraftquelle für die Kirche

Podiumsdiskussion der Deutschen Schönstattbewegung

Rom, (ZENIT.org) Britta Dörre | 408 klicks

„Energiewende in der Kirche. Ehepaare und Familien als Kraftwerke christlichen Lebens“ lautete die Podiums-Diskussion, die die insgesamt sechs Referenten im Rahmen des Festes der Deutschen Schönstatt-Bewegung am 19. Oktober 2013 führten. Diana und Dr. Lukas Schreiber aus Bonn, Mitglieder des Schönstatt-Familienbundes, Heike und Burkard Bruns aus Düsseldorf, Mitglieder der Schönstatt-Familienbewegung, Veronika Holski aus Oberkirch sowie Maria Lohaus, Ronnenberg, Mitglied des Schönstatt-Mütterbundes erläuterten die Bedeutung der Ehe und des christlichen Glaubens in der Familie, wie die Schönstatt-Bewegung mitteilte.

Diana und Dr. Lukas Schreiber aus dem Schönstatt-Familienbund sprachen den Konflikt in der Gesellschaft an, dass einerseits ein großes Bedürfnis nach stabilen Partnerschaften bestehe, andererseits aber das Vertrauen in deren Dauerhaftigkeit schwinde. Die christliche Ehe sei mit einem Leuchtturm vergleichbar. Die Ehepartner müssten nicht immer funktionieren und perfekt sein, sondern sich gegenseitig annehmen. Von „Gerechtigkeit, Sanftmut und Frieden“ sei eine christliche Ehe gekennzeichnet, in der das Evangelium in Alltag gelebt werde, so das Ehepaar Bruns aus Düsseldorf.

Ein wichtiger Aspekt der Ehe bestehe in der Weitergabe des christlichen Glaubens an die Kinder, wie das Ehepaar Schreiber betonte und sich dabei auch auf Benedikt XVI. berief, der in der Vergangenheit auf die Bedeutung der Familie bei der Evangelisierung verwiesen hatte.

Ein Beispiel aus ihrem Alltag erzählte Veronika Holski, deren Familie Mitglied des Schönstatt-Familienbundes war. Sie richtete zu Hause an zentraler Stelle ein Hausheiligtum ein, da es für sie seit Kindheitstagen ein Ort des Gebets sei. Auch für ihre kleine Tochter sei die Präsenz des Heiligtums Teil des Alltags. Ähnliches wusste auch Maria Lohaus vom Schönstatt-Mütterbund zu berichten. Sie betonte wie wichtig es sei, heilige Orte in den eigenen Häusern einzurichten, die für die Kinder ein Ort der Geborgenheit seien. Ihren Kindern sei das Heiligtum früher vor Besuchern peinlich gewesen, doch sogar die Besucher hätten nach anfänglichem Ignorieren das Heiligtum als Kraftquelle wahrgenommen.

Alle Eltern beschäftigte die Frage, wie sie ihren Kindern „einen guten Zugang zum Glauben, zu Schönstatt und zum Heiligtum“ vermitteln könnten. Christliche Familien müssten zu Hause den christlichen Glauben leben und weitergeben und damit zu „Kraftquellen für die Kirche werden.“