Die Familie hat das Ja zur Berufung in der Hand

Erstes Asiatisches Berufungs-Symposium in Thailand

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SAMPRAN, 6. November 2007 (ZENIT.org).- Hat ein junger Mensch signalisiert, dass er eine Berufung hat, so sollten die Mitarbeiter in der Berufungspastoral seine Familie besuchen. Die Qualität des Familienlebens vermag nämlich das Ja zur Berufung zum Priester- oder Ordensleben entweder zu fördern oder zu verhindern, erklärten vor kurzem die Hirten Asiens.



Über 150 Bischöfe, Priester und Ordensleute versammelten sich vom 22. bis zum 27. Oktober zum 1. Asiatischen Symposium für Berufungen in Sampran (Thailand). Sie kamen einhellig zu dem Ergebnis, dass es an den Familien liege, ob das Geheimnis der Berufung genährt oder erstickt werde. In ihrem Schlussdokument heißt es diesbezüglich: „Die Qualität des Familienlebens ... nährt und fördert entweder die Berufung, oder sie schwächt und verhindert sie.“

Die Hirten wiesen während der Zusammenkunft, die von der Föderation der asiatischen Bischofskonferenzen ausgerichtet wurde, darauf hin, dass die sich abzeichnende globale Kultur, die Individualismus, Selbstbehauptung und Ehrgeiz fördert, einen negativen Einfluss auf Familien und Berufungen in Asien ausübe.

Verantwortliche für Berufungsfragen sollten regelmäßig die Familien von Priesteramtskandidaten oder Aspiranten für das Ordensleben besuchen, rieten die Bischöfe. Ziel sei es, die Familien kennen zu lernen, ihnen das Geheimnis der Berufung zu erschließen und die Notwendigkeit der Ermutigung und Unterstützung für den Kandidaten einsichtig zu machen.

Die Bischöfe erklärten ferner, dass Laienbewegungen, die sich der Familien annähmen (wie etwa „Paare für Christus“ oder die Bewegung „Marriage Encounter“), die Berufungspastoral in den Pfarreien positiv beeinflussten. Zudem ermutigten sie alle, sich an Erneuerungsprogrammen für die Familie zu beteiligen, und sprachen in diesem Zusammenhang von Katechese, Gebet, Eucharistiefeier und Jugendgruppen.