Die Forschungsfreiheit muss Grenzen haben

Wer das Leben in seinem Anfangsstadium preisgibt, tritt eine Lawine der Unmenschlichkeit los

| 1003 klicks

FULDA, 31. Januar 2008 (ZENIT.org).- Die Grenzen der Forschung müssen gesichert bleiben. Deshalb sollten die Gesetze „die menschliche Existenz insbesondere in Phasen eigener Hilflosigkeit uneingeschränkt schützen“, mahnen der Fuldaer Bischof Heinz Josef Algermissen und der Vorsitzende des Katholikenrates im Bistum Fulda, Richard Pfeifer (Biebergemünd-Kassel). „Wer das Leben in seinem Anfangsstadium preisgibt, tritt eine Lawine der Unmenschlichkeit los.“, betonen sie.

In einem gemeinsamen Schreiben an Bundeskanzlerin Merkel, die Berliner Kabinettsmitglieder und die aus Hessen stammenden Bundestagsmitglieder weisen sie auf die ethischen Gefahren der geplanten Gesetzesänderung hin, die erlauben will, Stammzellen für Forschungs- und medizinische Zwecke aus Embryonen zu gewinnen.

Das deutsche Grundgesetz schützt in Artikel 1 und 2 Lebensrecht und Lebenswürde aller Menschen und binde jegliche staatliche Gewalt, gerade auch angesichts der Hilflosigkeit menschlicher Existenz an deren Beginn. „Zu schnell wird oft verdrängt, das der Embryo, der bei solcher Art Spitzenforschung mit Stammzellen getötet wird, ein wirklicher Mensch ist“, betonen die beiden Unterzeichner des Schreibens.