„Die Galileo-Affäre": Internationaler Kongress in Florenz

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FLORENZ, 28. Mai 2009 (ZENIT.org).- „Der Glaube entwickelt sich nicht durch eine Zurückweisung der Rationalität, sondern fügt sich eher in einer weiteren Horizont von Rationalität ein", betonte der Erzbischof von Florenz, Giuseppe Betori, anlässlich der Eröffnung der Konferenz „The Galileo Affair: A Historical, Philosophical and Theological Re-examination" (Die Galileo-Affäre: Eine nochmalige historische, philosophische und theologische Überprüfung") in seiner Diözese. Diese internationale Konferenz beweise, dass ein grundlegender Dialog zwischen Glaube und Vernunft stattfinde, so der Erzbischof.



Der Kongress ist eine Initiative der von den Jesuiten geleiteten Niels-Stensen-Stiftung (http://www.stensen.it/) und zählt darüber hinaus zu den Feierlichkeiten zum aktuellen Internationalen Jahr der Astronomie, das von der UNESCO gesponsert wird. Eröffnet wurde das Symposion unter Anwesenheit des italienischen Staatspräsidenten Giorgio Napolitano in der Basilika Santa Croce, in der Galileo begraben ist. Insgesamt nehmen 33 Vortragende an der Veranstaltung teil, die bis zum 30. Mai dauern wird.

Erzbischof Betori hob hervor, dass der Fall Galileis über Jahrhunderte hinweg als „tragisches und gegenseitiges Fehlen von Verständnis" betrachtet worden sei, und äußerte seine Hoffnung, dass das Jahr der Astronomie die Zusammenarbeit zwischen Kirche und wissenschaftlichen Institutionen festigen möge.

[Nähere Informationen zum Internationalen Jahr der Astronomie und zum Fall Galileo Galilei:
-- Die Initiativen des Heiligen Stuhls im Überblick;
-- Interview mit dem Leiter der Vatikanischen Sternwarte;
-- Vortrag von Kardinal Bertone über Galileo Galilei und die moderne Wissenschaft
-- Papst Benedikt XVI. über die Vereinbarkeit von Glaube und Wissenschaft (Artikel bzw. Ansprache)]