Das Geheimnis eines kleinen Teiches

Buchpräsentation eines Kinderbuchs von Natalia Tsarkova

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Rom, 12. Dezember 2012 (ZENIT.org). - Die russische Künstlerin und Buchautorin Natalia Tsarkova ist dem Publikum vor allem wegen der von ihr angefertigten Portraits Papst Johannes' Paul II. und Papst Benedikts XVI. bekannt. Die 1967 in Moskau geborene Künstlerin absolvierte eine Ausbildung an der Akademie der Schönen Künste in Moskau und vervollständigte ihre Studien in Rom, wo sie sich seither dauerhaft niedergelassen hat.

Ein Besuch in Castel Gandolfo inspirierte die im klassisch figurativen Stil arbeitende Künstlerin zu dem gestern im Agostinianum vorgestellten Buch für große und kleine Kinder, „Il mistero di un piccolo stagno“ - „Das Geheimnis eines kleinen Teiches“.

Das Buch erzählt die Geschichte des kleinen roten Fisches Bianco, der erst ein Jahr alt ist und neugierig seine Umwelt entdeckt. Die vielen neuen Eindrücke kann er oft nicht verstehen und fragt deshalb seinen Vater um Rat und Erklärung. Besonderen Eindruck hinterlässt auf den kleinen Fisch die sich am frühen Morgen auf der Wasseroberfläche spiegelnde Madonna, die am Rand des Teiches aufgestellt ist. Doch der Höhepunkt seines Tagesablaufs wird der alltäglich Besuch des „Mannes in Weiß“, Papst Benedikts XVI., der nach dem Rosenkranzgebet den Fischen Brotkrumen in den Teich wirft. Entsprechend groß ist die Trauer des kleinen Fisches, als der Sommeraufenthalt des Papstes in Castel Gandolfo endet und Bianco vergeblich auf ihn wartet – doch der nächste Sommer kommt bestimmt.

Das Buch von Natalia Tsarkova erzählt sehr einfühlsam die Geschichte des kleinen Fisches Bianco, die von der Künstlerin liebevoll farbig illustriert ist. Dieser Punkt wurde von allen zur Buchpräsentation Eingeladenen besonders hervorgehoben: Don Giuseppe Costa, Direktor der Libreria Editrice Vaticana, Prof. Antonio Paolucci, Direktor der Vatikanischen Museen, Dr. Saverio Petrillo, Direktor der Päpstlichen Villen und S.E. Msgr. Georg Gänswein.

Msgr. Georg Gänswein, der das Vorwort zu dem Buch verfasste, betonte, dass das Buch wahrheitsgemäß sei. Wahrheit und Ernst seien im Umgang mit Kindern grundlegend, da sie Oberflächlichkeit und unlogische Sachverhalte nicht verziehen. Hierin liege gerade die Schwierigkeit, aber gleichzeitig auch das Schöne bei der Arbeit mit Kindern, wie Msgr. Georg Gänswein aus seiner Erfahrung als Pfarrer der Gemeinde Oberkirch erzählte.

Auch Dr. Saverio Petrillo berichtete von der Gewohnheit Papst Pius XI., Papst Pauls VI. und des seligen Papst Johannes Paul II., im Garten von Castel Gandolfo zu wandeln, an der Madonna zum Gebet inne zu halten und anschließend die Fische im Teich mit Brotstückchen zu füttern. Dr. Petrillo erinnerte sich bewegt an den letzten Besuch vom seligen Papst Johannes Paul II.. Auch er fühle sich jedes Mal wie der kleine rote Fisch, wenn Seine Heiligkeit den Sommeraufenthalt beende und abreise.

Das Buch enthalte, wie Msgr. Georg Gänswein ausführte, eine wundervolle Botschaft, da es von der Schöpfung und der Natur handle. Das Buch sei viel tiefgründiger, als man beim ersten Lesen erfassen könne. Es zeige nämlich das wahre Wesen Papst Benedikts XVI., der ein großer Naturliebhaber sei. Man sehe, dass der Papst selbst dem kleinsten Lebewesen größte Aufmerksamkeit schenke. Das Buch sei absolut lesens- und empfehlenswert.

Bisher ist die Publikation nur in italienischer Sprache erschienen, doch wie die Autorin Natalia Tsarkova versicherte, seien weitere Ausgaben geplant. Die Künstlerin fasste ihr Werk mit folgenden Worten zusammen: „In meinem Herz entstand eine Geschichte, die zu Liebe, zum Glauben und zur Hoffnung einlädt. … Sie ist das Symbol für die spirituelle Wiedergeburt, die dem Leben Sinn verleiht und die den kleinen Fisch dahin führt, sich in das Gebet zu verlieben. … Die Botschaft von Liebe, Glaube und Hoffnung möge die Herzen aller Kinder auf dieser Welt erreichen, so wie ich hoffe, es mit meiner Malerei bei den Erwachsenen zu tun.“ [bd]