Die Hälfte aller Katholiken lebt in Amerika

Der Anteil an Katholiken wächst überall, nur nicht in Europa

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ROM, 1. Februar (ZENIT.org).- Weltweit hat es im Jahr 2003 um 15 Millionen mehr Katholiken gegeben als im vorangegangenen Jahr 2002. Die Hälfte aller 2003 gezählten 1.086 Millionen Katholiken leben auf dem amerikanischen Kontinent. Das und noch vieles mehr steht im "Päpstlichen Jahrbuch 2005", das dem an einer Grippe erkrankten Heiligen Vater diesen Montag präsentiert worden ist.



Das über 2.100 Seiten starke "Päpstliche Jahrbuch" enthält alle wichtigen Namen, Daten und Fakten der katholischen Kirche. Alle Bischöfe und Diözesen sind darin verzeichnet, sowie alle Personen, die in Einrichtungen des Heiligen Stuhls arbeiten. Natürlich auch alle Ordenskongregationen, kirchliche Erziehungsstätten, usw. Der Heilige Stuhl hat in einer diesen Montag veröffentlichten Presserklärung einige Statistiken daraus veröffentlicht:

"Die Anzahl der getauften Gläubigen ist von 1.071 Millionen (2002) auf 1.086 Millionen (2003) gestiegen", heißt es zum Beispiel. Während in den genannten Jahren "in Afrika ein Wachstum von 4,5%" verzeichnet werden konnte, blieben die Zahlen in Europa praktisch unverändert. Eine Zunahme von Katholiken gebe es aber auch "in Asien (+2,2%), Ozeanien (+1,3%) und Amerika (+1,2%)", wird berichtet.

Jene Datenauswertung, die die Katholiken ihren jeweiligen Herkunftsgegenden zuordnet, habe gezeigt, dass 49,8% aller Katholiken in Amerika leben und 25,8% in Europa. Weniger Katholiken seien in Afrika (13,2%), Asien (10,4%) und Ozeanien (0,8%) zu Hause.

Im Jahr 2003 übten laut Pressemeldung insgesamt 405.450 Priester ihr Amt aus. 268.041 Diözesanpriester und 137.409 Ordenspriester. Im Jahr 2002 sollen es mit 405.058 etwas weniger gewesen sein, nämlich 267.334 Diözesanpriester und 137.724 Ordenspriester. Zusammenfassend lässt sich somit sagen, dass es 2003 um 392 mehr Priester gegeben hat als im Jahr davor – 707 mehr Diözesanpriester, 315 weniger Ordenspriester.

Zum Priester wurden nach aktuellen Statistiken aus dem "Päpstlichen Jahrbuch 2005"im Jahr 2003 insgesamt 9.317 Personen geweiht, 6.582 wurden Diözesanpriester, 2.735 Ordenspriester. Im Vorjahr 2002 waren es 9.247 (6.534 Diözesan-, 2.713 Ordenspriester) gewesen.

Die Anzahl der Priesterberufungen geht nach diesen jüngsten Zahlen ein wenig zurück: "Die Zahl der Seminaristen, die in philosophischen und theologischen Seminaren eingeschrieben sind, fiel von 112.643 (2002) auf 112.373 (2003)." Die meisten Seminaristen, nämlich 37.191, gibt es auf dem amerikanischen Kontinent. 27.931 sind in Asien, 24.387 in Europa, 21.909 in Afrika und schließlich 955 in Ozeanien.

Im Jahr 2003 errichtete Papst Johannes Paul II. 10 neue Bischofssitze, ein apostolisches Vikariat und 6 Metropolitansitze. Insgesamt ernannte er 171 Bischöfe.