Die Hände Gottes

Predigt des Papstes in Santa Marta

Rom, (ZENIT.org) Maike Sternberg-Schmitz | 389 klicks

In der heutigen Predigt während der Messe in Santa Marta sagte Papst Franziskus, man solle sich Gott anvertrauen, wie ein Kind sich den Händen des Vaters anvertraut. Der Herr verlasse einen zu keinem Zeitpunkt, und auch wenn er uns Vorwürfe mache, gebe er uns „keine Ohrfeige“. In seiner Predigt bezog sich Papst Franziskus auf die erste Lesung aus dem Buch der Weisheit (2,23-24; 3,1-9).

„Wir müssen alle am Tod vorbei, aber eine Sache ist es, diese Erfahrung mit einer Zugehörigkeit zum Teufel zu erleben, und eine andere, dies in der Hand Gottes zu erleben. Und es gefällt mir zu hören: Wir sind in den Händen Gottes von Anfang an. Die Bibel erklärt uns die Schöpfung, indem sie ein schönes Bild verwendet: Gott, der uns mit seinen Händen nach seinem Abbild erschafft. Es sind die Hände Gottes, die uns erschaffen haben: Gott der Handwerker! Wie ein Handwerker hat er uns geschaffen. Diese Hände des Herrn... Die Hände des Herrn, die uns nicht verlassen.“

Er fuhr fort, die Bibel erzähle, der Herr habe seinem Volk gesagt, er sei mit ihm gegangen, wie ein Vater mit seinem Kind, indem er es an der Hand gehalten habe. Es seien die Hände Gottes, die uns auf unserem Weg begleiteten.

„Unser Vater, wie ein Vater mit seinem Sohn, bringt uns das Gehen bei. Er lehrt uns, auf dem Weg des Lebens und der Rettung zu gehen. Es sind die Hände Gottes, die uns in Momente des Schmerzes liebkosen, uns Kraft geben. Es ist unser Vater, der uns liebkost! Er mag uns sehr. Und oft ist auch in diesen Liebkosungen die Vergebung. Es tut mir gut, das zu denken. Jesus, Gott, hat seine Wunden mit sich genommen: Er zeigt sie dem Vater. Das ist der Preis: Die Hände Gottes sind aus Liebe verwundete Hände! Und das tröstet uns sehr.“

Abschließend sagte Papst Franziskus, oft höre man Menschen, die nicht wüssten, wem sie sich anvertrauen sollten. Man solle sagen: „Ich vertraue mich den Händen Gottes an“, denn hier sei man sicher. Überdies würden die Hände Gottes uns von unseren spirituellen Krankheiten heilen.

„Denken wir an die Hände Jesu, als er die Kranken berührte und sie heilte… Es sind die Hände Gottes: Sie heilen uns! Ich stelle mir Gott nicht vor, wie er uns eine Ohrfeige gibt! Ich kann ihn mir so nicht vorstellen. Wie er uns Vorwürfe macht, das schon, denn das tut er. Aber nie, niemals verletzt er uns. Niemals! Er liebkost uns. Auch wenn er uns Vorwürfe macht, macht er dies mit einer zärtlichen Berührung, denn er ist der Vater. ‚Die Seelen der Gerechten sind in den Händen Gottes.‘ Denken wir an die Hände Gottes, der uns wie ein Handwerker geschaffen hat; er hat uns ewige Gesundheit gegeben. Es sind verwundete Hände, die uns auf dem Weg des Lebens begleiten. Vertrauen wir uns den Händen Gottes an, wie sich ein Kind den Händen des Vaters anvertraut. Es ist eine sichere Hand!“