Die heilige Agatha von Catania

Gedenktag 5. Februar

Rom, (ZENIT.org) Britta Dörre | 1172 klicks

Die heilige Agatha stammte aus Catania in Sizilien und erlitt dort um 250 ihr Martyrium. Die Christin war von außergewöhnlicher Schönheit, was den jungen Quintanius dazu bewegte, um ihre Hand anzuhalten. Doch Agatha hatte sich Christus versprochen und lehnte das Gesuch des jungen Mannes ab. Darüber war Quintanius so erzürnt, daß er versuchte, Agatha bei einer Kupplerin in Versuchung zu führen. Agatha aber war standhaft und gab dem erneuten Werben des jungen Mannes nicht nach. Daraufhin ließ er sie in den Kerker werfen. Als Grund gab er an, sie habe das Götteropfer verweigert. Doch Agatha ließ durch nichts umstimmen. Im Gegenteil, für Christus sterben zu können, versetzte sie in Freude. Der Statthalter war über dieses Verhalten in Raserei verfallen und ließ die junge Frau deshalb auf brutalste Weise foltern.

Agatha überlebte die grausame Folter und des nachts erschien der Apostel Petrus als alter Mann in ihrer Zelle. Erst als er seine Identität preisgab, durfte er die Schwerverletzte behandeln. Die während der Folter gemarterten und abgeschnittenen Brüste waren am nächsten Tag wieder unversehrt.

Trotz dieses Wunders hatten ihr Verfolger kein Einsehen; nur wenige Zeit später wurde Agatha in glühenden Kohlen und Scherben gewälzt. Da erhob sich ein Beben in Catania und die beunruhigte Bevölkerung forderte, daß Quintanius endlich ablassen solle, die Heilige zu quälen. Agatha kam daraufhin in ihre Zelle zurück, wo sie darum bat, sterben zu dürfen. Gott erhörte ihr Gebet, und Engel trugen sie fort. Quintanius aber ertrank, nachdem ihn sein Pferd abgeworfen hatte.

Schon bald nach ihrem Tod verbreitete sich die Verehrung der Heiligen weit über die Sizilien hinaus. Papst Gregor I. weihte ihr die Kirche Sant'Agata dei Goti in Rom. Die Reliquien der Heiligen befinden sich heute noch im Dom von Catania, der der heiligen Agatha geweiht ist.