Die Heilige Ursula und die 11.000 Jungfrauen

Märtyrerin

Rom, (ZENIT.org) Britta Dörre | 278 klicks

Die Geschichte der heiligen Ursula ist nur in Legenden überliefert. Ursula soll die Tochter eines Königs der Bretagne gewesen sein. Als sie in das heiratsfähige Alter kam, warb der junge Aethereus um ihre Hand. Aethereus war Heide und Thronfolger Engellands. Ursulas Vater war getauft und stimmte deshalb der Forderung seiner Tochter zu, dass Aethereus sich erst zum christlichen Glauben bekehren und Ursula vor der Ehe eine dreijährige Pilgerfahrt nach Rom zugestehen müsse. Aethereus willigte in die Forderungen der jungen Königstochter ein.

Ursula brach auf und wurde schließlich in Rom vom Papst empfangen. Auf der Rückreise aber sollte sich bewahrheiten, was ein Engel bei der Anreise Ursula verkündet hatte: Sie sollte in Köln gemeinsam mit ihren Begleiterinnen den Märtyrertod erleiden. Auch Aethereus, ihr zukünftiger Gemahl, erhielt in einer Vision Kenntnis von dem tragischen Ereignis und machte sich auf nach Köln. In Köln angekommen, wurden sie von den dort lagernden Hunnen niedergemacht. Nur Ursula wurde wegen ihrer großen Schönheit verschont. Der Hunnenfürst begehrte nämlich, sie zu ehelichen. Doch Ursula widersetzte sich seinem Anliegen standhaft und starb durch einen Pfeil, den der Fürst selbst abschoss.

Die Legende berichtet, dass anschließend die Christen der Stadt Köln die sterblichen Überreste Ursulas und ihrer Gefährtinnen begraben hätten. Über dem Grab wurde die Kirche St. Ursula errichtet. Eine Tafel, die an der Südwand von St. Ursula angebracht ist, informiert, dass ein Kölner Bürger zu Ehren Ursulas und der mit ihr gestorbenen Jungfrauen eine Kapelle hat errichten lassen, die sog. „Goldene Kammer“. Hier befinden sich zahllose Reliquiennischen. Die ebenfalls dort ausgestellten menschlichen Gebeine hatte man bei Umbauarbeiten an der Kirche m Jahr 1106 gefunden und sie den Jungfrauen zugeordnet.

Seit dem 10. Jahrhundert lässt sich der Kult der heiligen Ursula nachweisen.