Die Kirche im Dienst der kranken und alten Menschen

Kongress im Vatikan

Rom, (ZENIT.org) Maike Sternberg-Schmitz | 261 klicks

Vom 21. bis zum 23. November findet im Vatikan zum 28. Mal ein Kongress statt, der vom Päpstlichen Rat für die Pastoral im Krankendienst organisiert wurde. Das diesjährige Thema lautet: „Die Kirche im Dienst des älteren, kranken Menschen: Die Pflege von an neurodegenerativen Pathologien erkrankten Menschen“. Am Samstagvormittag empfing Papst Franziskus die 700 Teilnehmer aus 57 Ländern – darunter Ärzte, Forscher, Ehrenamtliche und Mitarbeiter der Kirche - einer Audienz in der Aula Pauls VI.

Der Präsident des Päpstlichen Rates für die Pastoral im Krankendienst, Msgr. Zygmunt Zimowski, sagte zu Beginn seines Vortrages, derzeit gebe es etwa 35 Millionen Menschen, die weltweit an Alzheimer erkrankt seien; jährlich kämen circa acht Millionen neue Fälle dazu. Papst Franziskus habe mehrere Male darauf hingewiesen, man müsse die Schwachen mehr in die Gesellschaft einbeziehen und sie respektieren und hervorheben.

In seinem Einführungsvortrag sagte er, man müsse sich immer für das Leben einsetzen. Es könne nicht sein, dass diejenigen, die nicht „produktiv“ seien und „sich lohnen“ würden, von der Gesellschaft ausgeschlossen werden würden, was die ansteigende Zahl der Abtreibungen und die Verbreitung der Euthanasie zeige. Er fuhr fort: Das Alter zu evangelisieren bedeute, die darin verborgenen Möglichkeiten und Werte zu entdecken. Dabei spiele die Solidarität eine große Rolle, ebenso wie die Sichtweise der Kirche als Familie für alle Generationen, wo nicht die Logik und der Profit vorherrschten, sondern Gnade und Liebe. Aus diesem Grund sei es notwendig, die älteren Menschen in das Leben und die Mission der Kirche zu integrieren. Liebe und Verständnis für den alten Menschen müsse gefördert werden. Mit Beständigkeit müsse jede Form der Euthanasie von den alten Menschen abgehalten werden.

Während des Kongresses wird das neue Internationale Komitee der katholischen Institutionen für Gesundheitswesen zusammentreffen und sich dem Projekt „Africae Munus“ widmen. Ebenfalls wird eine Arbeitshilfevorgestellt werden, die der Krankenpastoral und der Neuevangelisierung der Vermittlung des Glaubens gewidmet ist.