"Die Kirche muss hinaus auf die Straßen gehen"

Begegnung des Papstes mit seinen Landsleuten

Rom, (ZENIT.org) Antonio Gaspari | 353 klicks

ls Papst Franziskus gestern Bischöfe, Priester, Jugendliche und Gläubige aus Argentinien traf, rief er alte und junge Menschen zum Miteinander auf, um die „Kultur des Ausschließens“ zurückzudrängen.

Der Heilige Vater forderte mit Nachdruck die Bichöfe und Klerus vor der überfüllten Kirchenversammlung und den 30.000 Jugendlichen, die vor der Kirche im Regen standen, auf, aus den Kirchen heraus und zu den Menschen zugehen.

Alte Menschen dürften nicht akzeptieren, aus der Gesellschaft ausgeschlossen zu werden. Die jungen Menschen hingegen dürften keinen „verwässerten“ Glauben akzeptieren, sondern sollten gemeinsam mit den alten Menschen die Botschaft Christi, des Gekreuzigten, leben.

Der Bischof von Rom erklärte, die Hoffnung zu verspüren, dass aus dem Weltjugendtag eine Bewegung erwachse, sodass die Kirche aus den Diözesen herausgehe und auf den Straßen die Menschen suche. „Wir müssen hinausgehen, andernfalls werden wir eine nicht regierende Organisation, und die Kirche darf keine ONG (frz.:Organisation Non-Gouvernementale) sein“, betonte er. „Es ist nur ein Rat;die Bischöfe und wer nicht einverstanden ist, möge mir vergeben“, fügte er hinzu.

Papst Franziskus bezeichnete die Situation als eine „Kultur des Gottes ‚Geld‘, die dazu neigt, die Menschen auszuschließen.“

Die alten Menschen riskierten zum Beispiel die Euthanasie und den Ausschluss von Fürsorge, aus der Kultur und der Gesellschaft.

Die Zahl der jungen Menschen ohne Arbeit sei zu hoch, und wenn man keine Abhilfe schaffe, bringe man die Zukunft unserer Gesellschaft in Gefahr, so der Papst. Aus diesem Grund schlug Papst Franziskus ein Bündnis zwischen den jungen Menschen, die „die hinausgehen und sich Geltung verschaffen müssen, indem sie Tugend und Werte vermitteln“, und den alten Menschen, die „Weisheit, Erinnerung und Gerechtigkeit weitergeben müssen“, vor.

Papst Franziskus wandte sich an die jungen Menschen und bekräftigte: „Wendet euch nicht gegen die alten Menschen, schenkt ihnen Gehör“, und: „Geht gemeinsam, lasst euch nicht ausschließen.“

Während er über den Glauben zu Jesus Christus sprach, sagte der Papst: „Das ist eine sehr ernste Sache.“

„Es ist ein Skandal, dass Jesus am Kreuz gestorben ist“, fügte er hinzu. „Aber sein Opfer am Kreuz ist weiterhin der einzig richtige Weg.“

„Bitte“, bat der Papst, „verwässert nicht den Glauben, lasst ihn nicht verwässert werden. Wir nähren den Glauben in den Sohn Gottes, der für jeden von uns gestorben ist.“

Papst Franziskus schloss mit den Worten: „In diesem Moment spüre ich, dass es schön ist, euch in meinem Herzen zu tragen. Ich wäre euch gerne näher ; ich danke euch dafür, mir nahe zu sein. Danke für eure Gebete. Ich brauche eure Gebete.“