Die Kirche muss wie Jesus voll der Freude sein

Predigt des Papstes in Santa Marta

Rom, (ZENIT.org) Maike Sternberg-Schmitz | 404 klicks

Die Kirche müsse immer voll Freude sein, so wie Jesus dies gewesen sei – so die Worte von Papst Franziskus in der Predigt während der heutigen Messe in Santa Marta. Die Kirche sei dazu aufgerufen, die Freude des Herrn zu vermitteln, eine Freude, die den wirklichen Frieden spende. Als Ausgangspunkt seiner Ausführungen nahm der Pontifex die erste Lesung des heutigen Tages (Jes 11,1-10), in der es heiße, dass alle das Bedürfnis nach Frieden hätten, ein Friede, den der Messias bringe. Das heutige Evangelium (Lk 10,21-24) hingegen zeige die Seele Jesu, sein freudiges Herz.

„Wir denken immer an Jesus, wenn er predigte, wenn er heilte, wenn er ging, über die Straßen, auch während des letzten Abendmahls… Aber wir sind nicht daran gewöhnt, an Jesus zu denken, wenn er gelächelt hat und voll Freude war. Jesus war voller Freude: voller Freude. In dieser innigen Verbindung mit seinem Vater: ‚Ich frohlocke vor Freude im heiligen Geist und lobpreise den Vater.‘ Das ist das innere Mysterium Jesu, diese Beziehung mit dem Vater im heiligen Geist. Das ist seine innere Freude, seine innere Freude, die er uns gibt.“

Diese Freude sei der wahre Friede, so der Pontifex. Jedoch handle es sich nicht um einen statischen, stillen und ruhigen Frieden, sondern der christliche Friede sei ein freudiger Friede, denn der Herr sei freudig. Jesus habe gewollt, dass auch die Kirche voller Freude sei.

„Man kann sich keine Kirche ohne Freude vorstellen, und die Freude der Kirche ist diese: den Namen Jesu verkünden. Zu sagen: Er ist der Herr. Mein Bräutigam ist der Herr. Es ist Gott. Er rettet uns, er geht mit uns. Und das ist die Freude der Kirche, die in dieser Freude der Braut Mutter wird. Paulus VI. sagte: Die Freude der Kirche ist zu evangelisieren, damit fortzufahren, von ihrem Bräutigam zu sprechen. Und auch, diese Freude ihren Kindern, die sie groß zieht, zu vermitteln.“

Papst Franziskus führte weiter aus, der Friede, von dem Jesaja spreche, sei ein Friede, der sich bewege, ein Friede der Freude und des Lobpreises.

„Auch in ernsten Situationen ist Jesus voller Freude; die Kirche ist voller Freude. Sie muss voller Freude sein. Auch in ihrem Witwendasein – denn die Kirche hat etwas von einer Witwe, die darauf wartet, dass ihr Bräutigam zurückkehrt – auch in ihrem Witwendasein ist die Kirche voller Freude in ihrer Hoffnung. Möge der Herr uns allen diese Freude geben, diese Freude Jesu, den Herrn im Geist lobend. Diese Freude unserer Mutter Kirche in der Evangelisierung, in der Ankündigung ihres Bräutigams.“