Die Kirchenväter Gregor von Nazianz und Basilius der Große

Gedenktag 2. Januar

Rom, (ZENIT.org) Britta Dörre | 832 klicks

Gregor von Nazianz und Basilius „der Große“ lernten sich um 348 in Athen kennen, und zeitlebens verband die beiden Kirchenväter und Begründer der Orthodoxie gegen den Arianismus eine tiefe Freundschaft.

Gregor von Nazianz (330 - 390) stammte aus einer adeligen Familie bei Nazianz und studierte in Cäsarea. Nach seiner Taufe und Priesterweihe lebte er mit einigen Mitbrüdern, darunter auch Basilius „dem Großen“, in einer klösterlichen Gemeinschaft, aus denen später die Basilianer entstanden.

Basilius, der vorher als Rhetoriklehrer in seiner Heimatstadt Kappadokien tätig war, legte als Grundelemente des gemeinschaftlichen Zusammenlebens Gehorsam, Gebet und Arbeit fest. Das von ihm erstellte Regelwerk diente Benedikt von Nursia als Vorlage.

362 forderte Gregors Vater seinen Sohn auf, ihm bei der Verrichtung seiner bischöflichen Amtsgeschäfte zu helfen und deshalb nach Nazianz zurückzukehren. Gregor folgte dem väterlichen Willen und übernahm die Aufgabe bis zum Tod seines Vaters.

Basilius wurde 364 zum Priester geweiht und war in Cäsarea für Bischof Eusebius tätig. Im Jahr 370 übernahm er nach dem Tod des Eusebius das Bischofsamt.

Gregor stand seit dem Jahr 379 der Gemeinde von Nicäa in Konstantinopel vor und verfasste in dieser Zeit fünf Abhandlungen über die Dreieinigkeit, die ihn zu einem der bedeutendsten Kirchenväter des 4. Jahrhunderts machten.

Zwei Jahre später, nach dem 1. Konzil von Konstantinopel, ernannte ihn Kaiser Theodosius zum Erzbischof von Konstantinopel. Gregor sollte Ordnung und Ruhe in die Kirche bringen. Schon 383 legte Gregor jedoch sein Amt nieder, da es ihm nicht gelungen war, seine Widersacher außer Kraft zu setzen. Seinen Lebensabend verbrachte er an seinem Geburtsort, dem elterlichen Landgut bei Nazianz.

Die restlichen Jahre seine Lebens widmete Gregor der literarischen Tätigkeit. Der Nachwelt hinterließ er zahlreiche Predigten, Briefe sowie dogmatische und moralische Schriften. Er befasste sich insbesondere mit der Trinitätslehre und der Christologie. Im Jahr 390 starb er nach langer Krankheit.

Seine Gebeine wurden 1024 von Konstantinopel nach Rom verbracht, wo sie bis 2004 im Petersdom ruhten. Der selige Papst Johannes Paul II. übergab 2004 dessen Reliquien dem orthodoxen Patriarchen von Konstantinopel.

Basilius „der Große“ war bereits 379, elf Jahre vor Gregor, verstorben. Aus seinem literarischen Nachlaß seien vor allem seine Schriften gegen den Arianismus, die „Moralia“ sowie „De Spiritu Sancto“ erwähnt. Basilius, sein Bruder Gregor von Nyssa und sein Freund Gregor von Nazianz gelten als die großen Kappadokier.