Die Kleinsten, Schwächsten und Unschuldigen nicht ihrem Schicksal überlassen

Presseaussendung der Gemeinschaft Papst Johannes XXIII. zum Tod von 94 menschlichen Embryonen

| 671 klicks

ROM, 4. April 2012 (ZENIT.org). – Die von Don Oreste Benzi gegründete „Gemeinschaft Papst Johannes XXIII.“ hat die Nachricht über den Tod 94 menschlicher Embryonen in der Kühlanlage der römischen Klinik „San Filippo Neri“ kommentiert:

„Tag für Tag werden in künstlichen Befruchtungskliniken menschliche Embryonen vernichtet. Angesichts der jüngsten Nachricht über den Tod einiger von ihnen drängt sich eine Reflexion darüber auf, in welch absurde Lage einiger unserer Mitmenschen gebracht werden; jene, deren Leben nicht beim Liebesakt zwischen Mutter und Vater, sondern in einem sterilen Reagenzglas nach dem rein mechanischen Akt eines Biologen beginnt.

Zehntausende eingefrorener menschlicher Embryonen warten in Italien darauf, von einer Mutter und einem Vater liebevoll aufgenommen zu werden. Leider stirbt eine große Zahl dieser Embryonen aufgrund der Fehleranfälligkeit dieser Verfahren; sie tauen auf und überleben dies nicht. Das Leben vieler anderer dauert nur wenige Tage lang. Einige von ihnen gelangen jedoch zur Geburt und können sich so endgültig aus diesem unwürdigen Dasein befreien.  

Wir bitten die Institutionen eindringlich darum, die Kleinsten, Schwächsten und Unschuldigen unter uns nicht ihrem Schicksal zu überlassen, sondern ihnen angemessenen Schutz und zumindest eine Lebensmöglichkeit zu bieten.

Es ist dringlicher als je zuvor, nach einer Lösung für jeden Einzelnen zu suchen, wobei auch die Vorschläge hinsichtlich der Freigabe der übriggebliebenen Embryonen zur Adoption in Betracht gezogen werden sollten.

Wir rufen die Eltern eingefrorener Embryonen dazu auf, sich um ihre Kinder zu kümmern und sie so bald als möglich aufzunehmen. Seit heute sind wir uns alle stärker der Tatsache bewusst, dass erneut Schäden an Kühlanlagen auftreten und weitere Zerstörung anrichten können. 

Wir bekunden jenen Eltern, die heute den Verlust ihrer Kinder erlitten haben, unseren Beistand und laden sie dazu ein, die Überführung des Leichnams zur Bestattung zu beantragen, wie sie gemäß Art. 7 des Dekrets des Präsidenten 285/1990 geregelt ist.

Unsere Organisation gedenkt der kleinen unschuldigen Geschöpfe und ihrer Familien im Gebet am Dienstag, 3. April 2012, um 7.15 Uhr vor dem Krankenhaus „Infermi di Rimi“.

[Übersetzung des italienischen Originals von Sarah Fleissner]