Die koptisch-orthodoxe Kirche hat einen neuen Patriarchen

Der Hilfsbischof von Beheria, Tawadros II., tritt die Nachfolge des im März verstorbenen Shenouda III. an

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KAIRO, 5. November 2012 (ZENIT.org).- Am heutigen 5. November 2012 wurde Bischof Tawadros, der Hilfsbischof von Beheria, zum Oberhaupt der koptisch-orthoxen Kirche gekürt. Sein Vorgänger Shenouda III. war im vergangenen März im Alter von 88 Jahren verstorben.

Der Name des neuen Oberhauptes wurde im Rahmen eines Losverfahrens von einem Jungen namens Giorgio aus einem gläsernen Kelch gezogen. Die Wahl bildete den Abschluss einer in der koptischen Kathedrale von Kairo begangenen Feier, der drei Fasttage (31. Oktober bis 3. November 2012) vorausgegangen waren.

Bischof Tawadros ist der 118. Patriarch der koptisch-orthodoxen Kirche und der erste seit dem Ende der Mubarak-Ära und dem politischen Aufstieg der Muslimbrüder. Diese überbrachten Tawadros in Form von Botschaften ihre Glückwünsche.

Das 60-jährige Kirchenoberhaupt entschied sich nach dem Abschluss seines Pharmaziestudium für die geistliche Laufbahn. In dem Medien Ägyptens werden Tawadros‘ Qualitäten als Theologe und dessen pastorale Aktivitäten mit der Jugend hervorgehoben.

Dies wurde ebenso von Msgr. Barnaba El Sorvany, dem Bischof der koptisch-orthodoxen Diözese von San Giorgio in Rom, in einem am 5. November 2012 mit Radio Vatikan durchgeführten Interview bestätigt. So charakterisierte der Bischof Tawadros II. folgendermaßen: „Er ist ein Mensch, der sich für das gesamte koptische Volk tatkräftig einsetzt; vor allem in Ägypten. Uns allen wurde durch ihn ein großes Geschenk zuteil!

[Übersetzung des italienischen Originals von Sarah Fleissner]