Die Kraft der Familie liegt in der Einheit der Unterschiede zwischen Mann und Frau

Worte von Papst Franziskus an die Teilnehmer der 47. Sozialen Woche der italienischen Katholiken

Rom, (ZENIT.org) Maike Sternberg-Schmitz | 676 klicks

Das Verständnis der Kirche von der Familie ist analog zu demjenigen der italienischen Verfassung. Politische und kulturelle Entscheidungen, die die Familie betreffen, bezögen die gesamte Gesellschaft mit ein, so die Worte von Papst Franziskus zu den Teilnehmern der 47. Sozialen Woche der italienischen Katholiken.

Er sagte, die Sozialen Wochen seien in vielerlei Hinsicht wichtig und seit ihrer Gründung 1907 stetig in der Lage gewesen, Probleme anzugehen und Lösungen zu finden. Sie seien ein privilegiertes Instrument, durch das die Kirche in Italien einen wichtigen Beitrag für das Allgemeingut des Landes leisten könne.

Papst Franziskus führte aus, die Familie sei Leben, alltägliches Leben, der Weg der Generationen, die Liebe und Glauben weitergebe und moralische Werte vermittle; sie sei konkrete Solidarität, Geduld und auch Projekt, Hoffnung und Zukunft. Der Pontifex unterstrich, dass die Zukunft der Gesellschaft in den älteren Menschen und den jungen Menschen liege. Die Jungen hätten die Kraft und das Alter, um die Geschichte weiterzubringen, die Älteren, weil sie die Erinnerung des Lebens seien. Ein Volk, das sich nicht der älteren Menschen und der Kinder annehme, habe keine Zukunft, weil es die Erinnerung und das Kommende misshandle.

Die Familie sei die Basis einer jeden Gesellschaft und verdiene nicht nur aus diesem Grund unterstützt zu werden. Überlegungen bezüglich der Familie seien nicht nur für Gläubige von Interesse, sondern für alle Menschen.

Die Familie sei eine Schule der Großzügigkeit, des Teilens, der Verantwortung; sie erziehe und helfe dabei, eine gewisse individualistische Mentalität zu überwinden, die sich in der heutigen Gesellschaft bemerkbar mache. Im Bereich der Familie gebe es auch viele Momente des Leidens, die beispielsweise erzieherische Aspekte beträfen, aber auch Konflikte innerhalb der Familie, das Scheitern einer Ehe oder auch Gewalt. Gleichzeitig sei aber auch an das schöne und mutige Zeugnis vieler Familien erinnert, so Papst Franziskus, die die Erfahrung der Ehe und Eltern zu sein mit Freude lebten, die von der Gnade des Herrn unterstützt würden, ohne Angst davor, auch schwierige Zeiten durchzustehen „in Einheit mit dem Herrn“.