Die Krippe lädt zu Optimismus ein

Kardinal Comastri weiht die Ausstellung der 100 Krippen ein

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ROM, 29. November 2011 (ZENIT.org). – Die traditionelle Weihnachtsausstellung der „100 Krippen“, die seit 1975 jedes Jahr in Rom organisiert wird, wurde letzten Freitag von Kardinal Angelo Comastri, dem Generalvikar des Papstes für die Vatikanstadt, in der Sala Bramante an der Piazza del Popolo eingeweiht.

Die Ausstellung ist bis zum 8.Januar geöffnet und stellt etwa 180 Krippen zur Schau, die mit verschiedenen Techniken, Stilen, Formen und Materialien hergestellt wurden, „um eine typische italienische Tradition zu erhalten und Frieden und Brüderlichkeit zu fördern in dieser besonderen Zeit des Jahres“ betonten die Organisatoren.

Während der Einweihungsfeier hatten Kinder aus einem Kindergarten eine lebende Krippe zum Thema „Vereintes Italien“ anlässlich des 150-jährigen Jubiläums der Einigung Italiens dargestellt.

„In einer Konsumgesellschaft wie der heutigen ist diese Erinnerung an die Tradition, an das Mysterium von Bethlehem, von beeindruckender Aktualität“, erklärte Kardinal Comastri in einem Interview mit Radio Vatikan.

„Es besteht kein Zweifel“ so der Kardinal weiter, „dass die Aufwertung der Traditionen, um die heutigen Probleme zu bewältigen, um innezuhalten und über das nachzudenken, was wirklich wichtig ist, einen guten Neuanfang bilden kann“.

„Wenn Gott hier mit uns ist“ fügte der Kardinal hinzu, „können wir hoffen. Wenn Gott nicht mit uns wäre, dann bestünde wahrhaft Grund zur Verzweiflung."

„Weihnachten gibt uns Grund, zuversichtlich zu sein“, so der Kardinal zum Schluss, „denn es kündigt die Menschwerdung Gottes an, der in unsere Geschichte eingegangen ist und deshalb eine neue Menschheit möglich macht, wie uns mutige Personen wie Franz von Assisi, Mutter Theresa oder Johannes Paul II. gezeigt haben“.

[Übersetzung aus dem Italienischen von Cora Ebeling]