Die Liebe aufrechterhalten: Eltern und Kinder heute und morgen

Msgr. Massimo Camisasca legt in einem Buch seine Erfahrung den heutigen Familien dar

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ROM,11. November 2011 (ZENIT.org). – "Die Liebe aufrechterhalten. Eltern und Kinder in der Welt von heute und morgen" (Messaggero di Padova, 14 Euro, 144 Seiten). Das ist der Titel des Buches von Msgr. Massimo Camisasca, Generalsuperior der Priesterbruderschaft des heiligen Karl Borromäus. Ohne die Schwierigkeiten zu leugnen, mit denen die heutigen Familien sich auseinandersetzen müssen, erzählt er von seiner lebenslangen Erfahrung und sieht die Zukunft der Familie mit Zuversicht als ein Ort, wo die Liebe weiterbestehen kann.

Das Buch ist am Samstag, dem 5. November in der Gemeinde Santa Maria del Rosario ai Martiri Portuensi vorgestellt worden. Dort fand während der Feierlichkeiten zu Ehren des heiligen Karl Borromäus das Treffen mit Don Paolo Sottopietra statt, der als Generalsekretär der Priesterbruderschaft vom TV-Journalisten Alessandro Banfi interviewt wurde.

Zur Präsentation des Buches kamen ungefähr 500 Personen zusätzlich zu den Gemeindemitgliedern, die bei der Messe anwesend waren, unter ihnen viele junge Paare mit Kindern.

Im Anschluss an die Buchpräsentation gab Don Paolo Sottopietra Zenit folgendes Interview:

ZENIT: Ist dieses Ereignis für die Feierlichkeiten des heiligen Karl gedacht oder ausschließlich für die Vorstellung Ihres neuen Buches?

Sottopietra: Im Zuge des Festes des hl. Karl, das wir jedes Jahr feiern, wird heute die Veröffentlichung dieses Buches vorgestellt, das noch diesen Monat in den Buchhandlungen erscheinen wird.

ZENIT: Bevor wir über das Buch sprechen, können Sie mir erzählen, wie Ihre Priesterbruderschaft entstanden ist?

Sottopietra: Die Priesterbruderschaft des hl. Karl ist vor 25 Jahren in der Diözese von Rom entstanden; sie wurde zuerst von Kardinal Poletti anerkannt und daraufhin von Kardinal Ruini. 1999 wurde sie von Papst Johannes Paul II. zur Kongregation päpstlichen Rechtserklärt.

Wir sind ungefähr 110 Priester und 50 Seminaristen und missionieren in 20 Ländern der Welt.

Viele von uns haben Kirchengemeinden, andere sind an Universitäten oder Schulen tätig. Wir sind aus der Bewegung „Communione e liberazione" ("Gemeinschaft und Befreiung“) entstanden und wollen die Verkündigung Christi und die Mission durch unser Charisma leben.

ZENIT: Und wo befinden Sie sich in Rom?

Sottopietra: Wir sind an drei verschiedenen Orten; einer davon ist diese Kirchengemeinde bei der Magliana, eine andere Gemeinde ist Sant’Eusebio an der Piazza Vittorio und eine dritte ist Santa Maria in Domnica alla Navicella. Und dann gibt es noch den Hauptsitz in der Via Boccea.

ZENIT: Bei der Präsentation heute Abend waren viele junge Paare mit ihren Kindern anwesend.

Sottopietra: Ja, wir arbeiten hier seit etwa 20 Jahren. Wir versuchen, die Katechese und die Vermittlung der Lehre nicht nur als etwas Theoretisches darzustellen, das man in einem Vorbereitungskurs auf die Sakramente lernt, sondern wollen vor allem die jungen Generationen für die christliche Tradition begeistern, so dass diese weiter leben können.

ZENIT: Heute war das Hauptgesprächsthema die Familie, die auch der Leitfaden Ihres Buches ist.

Sottopietra: Ja, manchmal erzählen wir von unseren Missionen. Wir betrachten die Familie weiterhin als ein relevantes Thema, und so haben wir darüber geredet.

ZENIT: Warum hat Ihr Superior Don Massimo sich für dieses Thema entschieden?

Sottopietra: Er hat erkannt, dass die Familien besonderer Zuwendung bedürfen. Er hat verschiedene Bücher über das Leben der Priesterbruderschaft, das Priestertum, aber auch über das alltägliche Leben der Priester geschrieben, denn wir leben in Häusern, in kleinen Gemeinschaften. Er ist überzeugt, dass seine 25-jährige Erfahrung auch den Familien von Nutzen sein könnte und hat deshalb diese Werte, die er uns jahrelang vermittelt hat, in einem Buch zusammengefasst, um sie auch den Familien nahe zu bringen.

ZENIT: Heutzutage sind Familien nicht nur finanziell benachteiligt. Trotzdem scheint der Autor in dieser Hinsicht zuversichtlich.

Sottopietra: Das ist meiner Ansicht nach ja gerade das, was dem Buch Farbe verleiht. Und zwar eine leuchtende Farbe, die die Probleme, die Schwierigkeiten, die gescheiterten Ehen in der heutigen Gesellschaft nicht leugnet oder abtut, sondern einen Weg weist. Don Massimo ist kein einseitiger Mensch, auch kein Mensch der Extreme, sondern des Gleichgewichts, der uns einen realistischen und begehbaren Mittelweg zeigt. Das heißt nicht, dass er falsche Hoffnungen aufkommen lässt, aber auch keine Verzweiflung. Er weist uns einfach einen positiven Weg.

[ZENIT-Übersetzung aus dem Italienischen]