"Die Liebe Christi kennen lernen, selbst leben und an andere weitergeben": Tausende Mitglieder von Regnum Christi aus aller Welt in Rom

Diakonenweihe von 54 Legionären Christi in Sankt Paul vor den Mauern

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ROM, 6. Juni 2006 (ZENIT.org).- In den Tagen vor dem Pfingsttreffen der kirchlichen Bewegungen und neuen Gemeinschaften mit Papst Benedikt XVI. auf dem Petersplatz in Rom versammelten sich Tausende Mitglieder der Apostolatsbewegung Regnum Christi auf dem Gelände der Päpstlichen Hochschule Regina Apostolorum zu einer internationalen Jugend- und Familienbegegnung.



Das Treffen stand unter dem Leitwort: "Entzündet das Feuer Seiner Liebe". Die Teilnehmer erkannten darin den Aufruf, ihr Charisma treu und freudig zu leben und weiterzugeben. Neben gemeinsamem Gebet, gegenseitigem Kennenlernen und Austausch der aus Europa, Amerika, Asien und Australien angereisten Jugendlichen und Familien standen Vorträge, Eheerneuerungen, Musik und Sport auf dem Programm.

Ein weiterer Schwerpunkt war die Vorstellung apostolischer Initiativen sowie der Austausch von diesbezüglichen Erfahrungen, wobei sich das Regnum Christi mit derzeit weltweit etwa 65.000 Mitgliedern – unterstützt von den Legionären Christi Christi mit derzeit etwa 600 Priestern und 2.500 Seminaristen – besonders auf die Kinder-, Jugend- und Familienarbeit sowie auf die Unterstützung von Leidenden und Bedürftigen konzentriert. Die Spiritualität, die der Motor all dieser apostolischen Tätigkeit ist, fasste der Generaldirektor des Regnum Christi, P. Álvaro Corcuera, bei der Gebetsvigil am Freitagabend in Sankt Paul vor den Mauern vor 8.000 Teilnehmern so zusammen: "Die Liebe Christi kennen lernen, selbst leben und an andere weitergeben."

Einen Höhepunkt des Programms bildet die Diakonenweihe von 54 Legionären Christi durch Erzbischof Paolo Romeo, dem Apostolischen Nuntius in Italien. Die Diakone, deren Priesterweihe für den Dezember dieses Jahres geplant ist, stammen aus Deutschland (1), Irland (1), Italien (3), Spanien (8), Kanada (2), USA (13), Mexiko (23), Brasilien (2) und Chile (1). Hinter ihnen liegt eine im Durchschnitt zwölf Jahre dauernde Ausbildung, die Noviziat, Studium sowie Praktika umfasst.

Obwohl die Herkunftsländer oft weit auseinander liegen und ganz unterschiedlichen Kulturen angehören, vereint die jungen Männer die gemeinsame Berufung, die die Einheit der Kirche und das fruchtbare Wirken des Heiligen Geistes in den kirchlichen Bewegungen widerspiegelt. Aus dem deutschen Sprachraum kommen der aus Krefeld stammende Sylvester Heereman (31), der 1994 nach dem Abitur seinen Weg zu den Legionäre Christi gefunden hatte, sowie der im Südtiroler Bozen aufgewachsene Alberto Avi (39), der vor seinem Ordenseintritt ein Studium an der Universität für Bodenkultur abgeschlossen hat.

Nach der Weihezeremonie nahmen die Mitglieder des Regnum Christi am Samstagabend an der Begegnung der kirchlichen Bewegungen mit dem Heiligen Vater sowie an der sonntäglichen Pfingstmesse auf dem Petersplatz teil.