Die Liebe neu erleben: Toleranz, Annahme, Gemeinsamkeit

Marriage Encounter Deutschland beim Katholikentag in Mannheim

| 1049 klicks

ROM, 8. Mai 2012 (ZENIT.org). – Im Zentrum Generationen und Familien wird „Marriage Encounter Deutschland" (ME) beim diesjährigen Katholikentag in Mannheim (16. bis 20. Mai) mit dem Thema:  „Die Liebe neu erleben: Toleranz – Annahme – Gemeinsamkeit” vertreten sein.

ME ist eine weltweite Eheerneuerungsbewegung in der katholischen Kirche, deren Ursprung 1968 in der Kirche Nordamerikas liegt. ME kann mit „Vertiefung der Beziehung in der Ehe“ übersetzt werden. Das Ziel besteht darin, auf das fundamentale Bedürfnis jedes Menschen nach echter und tiefer Begegnung und Annahme eine Antwort zu finden und soll eine Chance für Paare jeden Alters sein, Freude zu erleben, Gemeinsamkeiten wahrzunehmen und eine lebendige, froh machende Beziehung zu leben.

Zur Geschichte der Bewegung heißt es auf der Webseite:

In Spanien war um 1960 der Jesuitenpater Gabriel Gallagher der 60er-Jahre dem Wochenende wichtige neue Impulse Worldwide Marriage Encounter (WWME) in seiner heutigen Form wurde ins Leben gerufen; dies erklärt auch, warum in vielen ME-Gemeinschaften heute nach wie vor eine Reihe von amerikanischen Ausdrücken (u.a. die Gemeinschaftsbezeichnung selbst: ‚Marriage Encounter´) in Verwendung sind. Der englische Name ‚encounter´ stammt vom spanischen Wort ‚encuentro´, was soviel bedeutet wie „treffen, begegnen, erneuern, wieder entdecken".

Aus dem Jahre 1969 stammt auch das ME-Zeichen: Ein Herz, zwei Ringe und das Kreuz, Symbole für Leben, Ehe und Kirche; gleichzeitig wird „There is a new world somewhere” (von der Gruppe The Seekers) als weltweit verbindendes ME-Lied übernommen.

Der belgische Kardinal Leo Jozef Suenens (1904-1996) hörte von der Existenz neuer Kirchenbewegungen in den USA und schickte einen seiner Priester, Guido Heybraut, dorthin, damit dieser sie kennen lernte. P. Guido nahm an einem ME-Wochenende im Januar1972 teil und kehrte tief beeindruckt und begeistert nach Belgien zurück. Zwei Monate später nahm er in Begleitung von Kardinal Suenens nochmals an einem ME-Wochenende in den USA teil. Als Folge dieser gemeinsamen Erfahrung wurde P. Guido von allen seinen früheren Aufgaben freigestellt, um ME in Belgien zu verbreiten.

Von Belgien aus wurde ME in ganz Europa, unter schwierigen Bedingungen auch im ehemaligen kommunistischen Osteuropa, verbreitet.

Mit Unterstützung der österreichischen Sektion wurden Ende April erstmals zwei Seminar-Wochenenden in St. Petersburg veranstaltet.

„Wir sind eine Gemeinschaft von Ehepaaren, Priestern und Ordenschristen die sich gegenseitig ermutigen und stärken, ihre Beziehungen und ihre je eigene Berufungen mit Offenheit, Vertrauen und Freuden zu gestalten und zu leben“, beschreibt sich die deutsche Sektion der Bewegung.

Interessierte können an einem Wochenendkurs teilnehmen, der nicht an eine bestimmte Konfession gebunden ist. Das Sakrament der Ehe und die Qualität der ehelichen Beziehung stehen im Mittelpunkt. Es findet keine psychologische Beratung statt, sondern Ehrenamtliche engagieren sich für einen verständnisvollen und vor allem liebevollen Umgang miteinander, um die Liebe zwischen den Ehepartnern zu stärken.

Über 3.880 Paare und 195 Priester und Ordensleute haben seit 1979 in Deutschland an einem solchen ME-Wochenendkurs teilgenommen.[jb]

Weitere Informationen hier.