Die Liebe zum Evangelium bezeugen: 1000-Jahr-Feier in Pecs (Ungarn)

Kardinal Schönborn, Sondergesandter des Papstes, ermutigt zur Mission

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PECS, 24. August 2009 (ZENIT.org).- „Geht hinaus! Brecht neu auf! Fürchtet euch nicht!“ Mit diesen Worten ermutigte der Wiener Erzbischof Christoph Kardinal Schönborn gestern, Sonntag, in der südungarischen Stadt Pecs die Gläubigen, sich der eigenen Taufgnade bewusst zu sein und mit dem Missionsauftrag Christi ernst zu machen.



Der Kardinal überbrachte den Teilnehmern des Festgottesdienstes zur Feier des 1000-jährigen Bestehens der Diözese Pecs die Glück- und Segenswünsche des Papstes und betonte, dass Ungarn ohne Mission nicht christlich geworden wäre. Die heutige säkularisierte Gesellschaft sei „voller Sehnsucht und Suche nach Sinn und Glück“. Voraussetzung für Mission sei das Bewusstsein der eigenen Schwäche. Nur so könne man „in Demut und in der suchenden Liebe Christi“ auf all jene zugehen, die das Evangelium noch nicht oder nicht mehr kennen würden.

Mission sei nichts anderes als die Verwirklichung des Taufauftrags, fuhr der Sondergesandte Benedikts XVI. fort. Das Geschenk der Taufe sei die „verborgene Quelle, die die Humanität der europäischen Länder speist; die Quelle, aus der die Kräfte der Selbstlosigkeit, der Großherzigkeit, der Opferbereitschaft strömen“.

In dem lateinischen Schreiben, das Papst Benedikt dem Wiener Kardinal zu dessen Ernennung zum Sondergesandten hat zukommen lassen, wird unter anderem die Hoffnung ausgedrückt, dass die Tausendjahr-Feier für die Katholiken von Pecs eine Gelegenheit sein möge, den Glauben zu erneuern und die Liebe zum Evangelium unter Beweis zu stellen.

Wie die Pressestelle der Erzdiözese Wien berichtete, leben auf dem Gebiet der Diözese Pecs mehr als 400.000 Katholiken. Nachdem die Zahl der Priesterberufungen während des Kommunismus gesunken ist, lässt sich seit der Wiedereröffnung des Priesterseminars 1990 ein kontinuierlicher Anstieg feststellen.