"Die Menschheit bedarf unseres gemeinsamen Zeugnisses"

Papst Franziskus vor der Delegation des International Jewish Committee on Interreligious Consultations

Rom, (ZENIT.org) Britta Dörre | 294 klicks

Papst Franziskus betonte in seiner Ansprache vor der Delegation des „International Jewish Committee on Interreligious Consultations“ am 24. Juni 2013, dass der interreligiöse Dialog zum gegenseitigen Verständnis und Stärkung des jüdisch-katholischen Freundschaft beigetragen hätte.

Dabei verwies er auf „Nostra Aetate“, auf die Erklärung des Zweiten Vatikanischen Konzils zu den nicht-christlichen Religionen, die für die katholische Kirche ein Grundlagentext im Hinblick auf die Beziehung zum jüdischen Volk darstelle. „Das Zweite Konzil erinnert an die Lehre des heiligen Paulus … und verurteilt heftig darüber hinaus Hass, Verfolgungen und alle antisemitischen Äußerungen. Wegen unserer gemeinsamen Wurzeln kann ein Christ kein Antisemit sein!“

Auf der Basis der Erklärung sei ein Weg gegenseitigen Verständnisses zwischen Juden und Katholiken beschritten worden, den auch die Vorgänger von Papst Franziskus sowohl durch ihr Handeln als auch durch das Verfassen entsprechender Schriften fortgeführt und vertieft hätten.

Bereits als Erzbischof von Buenos Aires habe er eine enge und tiefe Freundschaft zur jüdischen Gemeinde gepflegt. Themen der gemeinsamen Gespräche seien häufig die eigene religiöse Identität, das Bild des Menschen und die Möglichkeit gewesen, wie Gott in der säkularisierten Gesellschaft lebendig bleibe. Den Austausch habe er stets als Bereicherung empfunden.

Freundschaft bilde auf der ganzen Welt die Basis für den Dialog, der dann auf offizieller Ebene geführt werde. „Die Menschheit bedarf unseres gemeinsamen Zeugnisses für die Würde des Mannes und der Frau, die als Ebenbild Gottes geschaffen wurden, und für den Frieden, der vor allem Sein Geschenk ist.“