„Die Menschheitsfamilie – Gemeinschaft der Friedens“: Motto zum Weltfriedenstag 2008 vorgestellt

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ROM, 19. Juni 2007 (ZENIT.org).- Die Botschaft Papst Benedikts XVI. zur Feier des 41. Weltfriedenstages, der am 1. Januar 2008 begangen wird, ist dem Thema „Die Menschheitsfamilie – Gemeinschaft der Friedens“ gewidmet.



Dieses Thema, das der Heilige Vater selbst gewählt hat, gründet nach einer heute veröffentlichten Erklärung des Heiligen Stuhls in der Überzeugung, dass die Wahrnehmung einer gemeinsamen Bestimmung und die Erfahrung der Gemeinschaft Faktoren darstellen, die für die Verwirklichung des Gemeinwohls und für den Frieden unter den Menschheit grundlegend sind.

Wie das Zweite Vatikanische Konzil hervorhebt, bilden ja „alle Völker eine einzige Gemeinschaft“ und „haben denselben Ursprung, da Gott das ganze Menschengeschlecht auf dem gesamten Erdkreis wohnen ließ“ (Nostra Aetate, 1). Somit muss „jede Gruppe den Bedürfnissen und berechtigten Ansprüchen anderer Gruppen, ja dem Gemeinwohl der ganzen Menschheitsfamilie Rechnung tragen“ (Gaudium et spes, 26).

Da die Würde des nach dem Ebenbild Gottes geschaffenen Menschen bereits im Alten Testament geoffenbart wurde, gehöre die Einheit des Menschengeschlechts zu den ursprünglichsten Wahrheiten des Christentums. Das Motto „Die Menschheitsfamilie – Gemeinschaft der Friedens“ entwickle somit konsequenterweise die von Benedikt XVI. in den Botschaften zum Weltfriedenstag 2006 („In der Wahrheit liegt der Friede“) und 2007 („Der Mensch – Herz des Friedens“) vorgeschlagene Reflexion weiter. Die Einheit der Menschheitsfamilie anzuerkennen, sei im gegenwärtigen historischen Augenblick, der von der Krise der internationalen Organisationen und von der Gegenwart schwerer Unruhen innerhalb der internationalen Gemeinschaft gekennzeichnet ist, mehr den je Segen bringend.

„Jeder Mensch, jedes Volk ist aufgerufen, auf der Seite der Menschheitsfamilie zu leben, die von Gott als Gemeinschaft des Friedens konzipiert wurde!“