Die Päpste im Visier der Geheimdienste

Bespitzelung von Joseph Ratzinger durch Stasi-Mitarbeiter

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ROM, 15. September 2011 (ZENIT.org). – Ergänzend zu der Berichterstattung über die Bespitzelung von Joseph Ratzinger durch die Stasi (ZENIT berichtete) soll nochmals auf ein im Jahr 2006 im Pattloch-Verlag erschienenes Buch hingewiesen werden.

In der Kirchenzeitung der Diözese Linz (Ausgabe 16/20069) hieß es:

„Die Schüsse auf Johannes Paul II. auf dem Petersplatz am 13. Mai 1981 sind nur die Spitze eines Eisbergs von geheimdienstlichen Aktivitäten im und rund um den Vatikan. Zwar können die Päpste mit ihrer Schweizergarde niemandem Angst einjagen, aber dennoch gilt der Vatikan als ein Zentrum der Macht, der die Geheimdienste aller Welt anzieht wie Honig die Fliegen. Die beiden deutschen Autoren von „Spione im Vatikan“ zeichnen spannend und seriös die jüngere Kirchengeschichte aus Geheimdienst-Perspektive nach: Schwerpunkte sind die NS-Zeit, die Rolle von Pius XII., die Machenschaften der Stasi, die vatikanische Ostpolitik und die Verwicklungen der Ostgeheimdienste in das Attentat auf Johannes Paul II. Dass die Autoren immer wieder Fragen unbeantwortet lassen und darauf sogar hinweisen, spricht für die Qualität ihrer Arbeit.“

Buchempfehlung: Spione im Vatikan. Die Päpste im Visier der Geheimdienste, W. Kaltefleiter, H. Oschwald, Pattloch 2006, 367 Seiten.