Die Pastoralarbeit der Kirche kennt vier große Ziele

Vortrag von Kardinal Renato Martino in Fatima (Portugal)

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FATIMA, 12. September 2008 (ZENIT.org).- Die vier großen Ziele der Pastoralarbeit der Kirche sind nach Worten von Kurienkardinal Renato Raffaele Martino die Verteidigung des Lebens und der Religionsfreiheit, die Förderung des Friedens und die Achtung der Menschenrechte.



Der Präsident des Päpstlichen Rates für Gerechtigkeit und Frieden betonte heute, Freitag, im Rahmen des Kongresses „Soziales Handeln heute“ im portugiesischen Wallfahrtsort Fatima, dass die Kirche eindeutig Stellung beziehen müsse, wenn „die menschliche Würde und die grundlegenden moralischen Wahrheiten“ auf dem Spiel stünden. Konkret gelte das im Fall von „Abtreibung, Euthanasie, Gewalt – vor allem gegen Kinder –, Folter, unbarmherziger Ausnutzung des Menschen oder wenn die Integrität der Familie, die Religionsfreiheit oder die Erziehungsfreiheit bedroht sind.“

In all diesen Fällen sei die christliche Gemeinde in die Pflicht genommen. Es gelte, die Ursachen und die jeweilige, möglicherweise sehr komplexe Situation klug zu analysieren, um sich dann entschieden beziehungsweise klar und deutlich zu Wort zu melden.

Der Lebensschutz sollte Herzstück jedes christlich motivierten Sozialprojekts und jeder kirchlichen Rede an die Gesellschaft sein, hob Kardinal Martino hervor.

An zweiter Stelle, also nach dem Lebensschutz, sei die Religionsfreiheit von grundlegender Bedeutung – „damit alle anderen Rechte auf einer absoluten und transzendenten Grundlage Wurzeln schlagen“ könnten. Das Prinzip der Religionsfreiheit richte sich somit gegen „den unversöhnliche Laizismus“ und „jede Form von religiösem Fundamentalismus“.