Die Predigt des „Goldmunds“: Internationaler Kongress zum 1600. Todestag des Johannes Chrysostmus

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ROM, 8. November 2007 (ZENIT.org).- „Chrysostomika II“ lautet der Titel der internationalen Tagung, die vom 8. bis zum 10. November anlässlich des 1600. Todestages des heiligen Johannes Chrysostomus in Rom abgehalten wird. Der Kongress wurde vom Patristischen Institut Augustinianum und der Päpstlichen Lateranuniversität in Zusammenarbeit mit dem Päpstlichen Orientalischen Institut organisiert, wo die letzte Sitzung stattfinden wird. Anliegen der Tagung ist es, 100 Jahre nach der ersten Veröffentlichung der historischen und kritischen Schriften zu Johannes Chrysostomus (erschienen 1907 unter dem Titel „Chrysostomika“) eine Synthese über den aktuellen Forschungsstand zu Johannes Chrysostomus vorzulegen. Dabei sollen vor allem noch wenig untersuchte Aspekte seiner Person, seines Lebens und seiner Lehre geklärt werden.



Wie der Dekan des Patristischen Instituts Augustinianum, P. Robert Dodari, am Mittwoch im Gespräch mit dem „Osservatore Romano“ erklärte, dienten die Aufsätze, die im Band „Chrysostomika“ gesammelt vorliegen, den Forschern als vollständiges Arbeitsinstrumentarium, um sich der Gestalt und dem Werk des großen Heiligen annähern zu können. Dieses wertvolle Werk verdiene es, heute im Licht der jüngsten Forschungen auf einen neuen Stand gebracht zu werden.

Während der anstehenden Arbeitssitzungen soll unter anderem die Präsenz des Chrysostomus in den slawischen Sprachen und in der syrischen Tradition erhellt werden. Weitere Forschungsarbeiten betreffen eine neue Wertung der antiken Quellen, insbesondere hinsichtlich des Aufenthalts und Wirkens des Heiligen in Konstantinopel. Besondere Aufmerksamkeit werden die Experten auch den kommunikativen Fähigkeiten des Johannes zukommen lassen.

„Gemeinsam über das Denken des Chrysostomus zu reflektieren – insbesondere über seine Theologie des Leibes Christi und der Eucharistie –, wird mit Sicherheit zur Erneuerung des Engagements aller zur Überwindung jeder Trennung und zur Verwirklichung einer tatsächlichen Einheit unter den Gliedern der Kirche beitragen“, bekräftigte P. Dodaro.

Papst Benedikt XVI. widmete dem großen Prediger Johannes Chrysostomus die Katechesen der Generalaudienzen vom 19. und 26. September 2007.