Die Schönheit des Christseins bezeugen: Benedikt XVI. begegnet Mitgliedern von „Comunione e Liberazione“

Treffen mit rund 80.000 Gläubigen auf dem Petersplatz

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ROM, 28. März 2007 (ZENIT.org).- Papst Benedikt XVI. hat die Mitglieder der Bewegung „Comunione e Liberazione“ („Gemeinschaft und Befreiung“) ermutigt, weiterhin die Schönheit des Christseins zu bezeugen.



Der Papst richtete sich an mehr als 80.000 Menschen, die aus Anlass des 25. Jahrestags der kirchlichen Anerkennung der Gemeinschaft an einer Feier auf dem Petersplatz teilgenommen hatten.

Seinen ersten Gedanken widmete Benedikt XVI. dem Gründer der kirchlichen Einrichtung, P. Luigi Giussani (1922-2005), dessen Requiem er als Präfekt der Kongregation für die Glaubenslehre im Auftrag von Papst Johannes Paul II. am 24. Februar 2005 in der Kathedrale von Mailand gefeiert hatte. Der Bischof von Rom erklärte, dass der Heilige Geist durch Msgr. Guissani eine Bewegung gegründet habe, „die Zeugnis geben soll von der Schönheit, Christ zu sein, und dies in einer Zeit, in der sich immer mehr die Meinung verbreitet, dass das Christentum etwas Anstrengendes und Unterdrückendes wäre.“

Don Guissani sei von Anbeginn „von der Sehnsucht nach Schönheit“ berührt, ja verwundet worden. „Er suchte die Schönheit selbst, die unendliche Schönheit, die er in Christus fand.“ Nach Worten des Papstes habe sich der Mailänder Priester in der Folge dafür eingesetzt, „in den Jugendlichen die Liebe zu Christus, der ‚der Weg, die Wahrheit und das Leben‘ ist, neu zu erwecken“. Dabei habe er stets hervorgehoben, dass nur Christus „der Weg zur Erfüllung der tiefsten Sehnsüchte des menschlichen Herzens ist und dass uns Christus nicht auf Kosten unserer Menschlichkeit rettet, sondern gerade durch sie.

Das Ereignis, das das Leben des Gründers verändert hat, hat auch das Leben zahlreicher seiner geistlichen Kinder ‚verwundet‘ und so Raum für zahlreiche religiöse und kirchliche Erfahrungen geschaffen, die die Geschichte eurer großen vielfältigen geistigen Familie prägen.“

Auf diese Weise biete „Gemeinschaft und Befreiung“, so Papst Benedikt, „ein Angebot, den christlichen Glauben in tiefer und aktualisierter Weise zu leben; zum einen durch die völlige Treue und Gemeinschaft mit dem Nachfolger des Petrus und den Hirten, die die Kirche leiten; zum anderen durch die Spontaneität und die Freiheit, die neue und prophetische Weisen ermöglichen, die apostolische und missionarische Aufgabe umzusetzen.“

Benedikt XVI. blickte ergriffen auf die Begegnungen von P. Luigi Guissani und Papst Johannes Paul II. zurück, besonders an eine Audienz, in der er ihnen folgenden Auftrag mitgegeben hatte: „Geht in alle Welt, und bringt die Wahrheit, die Schönheit und den Frieden, denen man im Auferstandenen Christus begegnen kann.“ Don Giussani habe diese Worte „zum Programm der ganzen Bewegung gemacht. Und für ‚Gemeinschaft und Befreiung‘ war es der Beginn eines missionarischen Frühlings, der euch in 80 Länder geführt hat“, fuhr der Papst fort.

„Heute lade ich euch dazu ein, auf diesem Weg weiterzugehen mit einem tiefen Glauben, der einen persönlichen Charakter hat und fest verwurzelt ist im lebendigen Leib Christi, der Kirche, die Christus unter uns gegenwärtig macht.“

Am 11. Februar 1982 waren die Statuten der 1954 in Mailand entstandenen Bewegung von Papst Johannes Paul II. offiziell anerkannt worden.

Die Mitglieder von „Gemeinschaft und Befreiung“ bemühen sich darum, die Herausforderungen von Kultur, Politik und Gesellschaft mit dem Glauben als Erlebnis authentischer Befreiung durch die Erlösungstat Christi zu verbinden.